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Rentnern mit 63 drohen Abschläge bei Betriebsrente

08.08.2014 – Thurnes_AonBei der Rente mit 63 müssen Versicherte mit Abschlägen bei der Betriebsrente rechnen. Die Abschläge für eine vorzeitige Inanspruchnahme der Betriebsrente richten sich üblicherweise nicht nach der gesetzlichen Rente, sondern nach der Regelung in der jeweiligen Zusage. Da die Versorgungswerke in Deutschland sehr unterschiedlich konzipiert sind, unterscheiden sich auch die Regelungen zum vorgezogenen Bezug der Altersrente teilweise deutlich.

Georg Thurnes, Chefaktuar bei Aon Hewitt, rät dazu, die Verträge immer individuell zu betrachten: „Sobald ein Mitarbeiter eine Sozialversicherungsrente bezieht, hat er einen gesetzlichen Anspruch auf seine Betriebsrente. Diese wird jedoch in der Regel auch dann um Abschläge gekürzt, wenn sie – beispielsweise für besonders langjährig Versicherte – bei der gesetzlichen Rente entfallen.“

Eine Ausnahme bilden hier die Zusatzversorgung von Angestellten des Bundes und der Länder und vergleichbar ausgestaltete Versorgungswerke: Sobald die gesetzliche Rente abschlagsfrei bezogen werden kann, gilt das in diesen Fällen auch für die Betriebsrente.

„Arbeitgeber müssen sich auf Anfragen von Mitarbeitern einstellen, die ihre Betriebsrente entsprechend der gesetzlichen Rente ohne Abschläge in Anspruch nehmen möchten, oder trotz bestehender Altersteilzeit- oder Vorruhestandsverträge neu über ihren Eintritt in den Ruhestand verhandeln wollen“, so Georg Thurnes. Um für diese Anfragen gewappnet zu sein und ungewollte Präzedenzfälle oder Ungleichbehandlungen zu vermeiden, empfiehlt er eine Prüfung der bestehenden Verträge und Zusagen sowie eine frühzeitige Regelung zum Umgang mit Zweifelsfragen. (vwh)

Foto: Georg Thurnes, Chefaktuar bei Aon Hewitt, rät Unternehmen, Ihre Betriebsrenten zu prüfen, um Präzedenzfälle zu vermeiden. (Quelle: Aon)

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