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Regierung mit Hausaufgaben für Lebensversicherer

14.07.2015 – Bausparkassen und Lebensversicherer bleiben im Visier des Bundestag. Die Bundesregierung fordert nun Lebensversicherer nachdrücklich auf, Eigenmittelpolster zu stärken, um ihre Risikotragfähigkeit zu stärken. Griechenland, ein weiteres Hilfspaket oder ein Schuldenschnitt indes hätten kaum direkte Auswirkungen auf den Sektor.

Denn die Gesamtforderungen deutscher Versicherer gegenüber Griechenland hätten Ende 2014 nur bei 128 Millionen Euro gelegen, stellt der Ausschuss für Finanzstabilität in seiner Analyse für die Bundesregierung fest.

Neben den Risiken, die sich aus einem lang anhaltenden Niedrigzinsumfeld für die Erträge der Versicherer ergeben, spielen Marktrisiken eine erhebliche Rolle für die Stabilität des Sektors. Auch wenn das LVRG hier deutliche Verbesserung gebracht habe – ein Stresstest hatte nur 13 statt der vormals 23 Lebensversicherer in existenzieller Bedrängnis gesehen – müssten die Unternehmen ihre Kapitalausstattung verbessern und in ihre Produktlandschaft investieren.

Lebensversicherer_Bundesbank

Das deutsche Finanzsystem insgesamt ist hinreichend robust, um auch in möglichen Stresssituationen seine zentralen gesamtwirtschaftlichen Funktionen zu erfüllen. Zu diesem Ergebnis kommt der Ausschuss für Finanzstabilität.

Positiv bewertet der Ausschuss die Schaffung der europäischen Bankenaufsicht und die Bemühungen um die Bankenunion. Mittel- und langfristig müssten die Privilegien für Staatsschuldentitel im Banken- und Versicherungsbereich abgebaut werden. Eine erneute Verschärfung der Schuldenkrise sei nicht ausgeschlossen, warnte der Ausschuss, der jedoch zugleich feststellte, “dass sich die direkten Risiken für deutsche Banken aus einer erneuten Verschärfung der Schuldenkrise verringert haben”. (vwh/ku)

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