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Rechtstipps zum Karneval: Sex, Maskerade und Kamellen

11.02.2015 – Kuss_Alexandra H._pixelioEin “Bützchen” gehört zu den lockeren Sitten des Karnevals- auch ungefragt weithin akzeptiert. Aber wo liegt die Grenze zur sexuellen Belästigung?  Es weiter zu treiben,  kann leicht in einen peinvollen Übergriff münden. Für einvernehmlichen Sex dagegen sind die Grenzen weiter gesteckt. Sogar in der Öffentlichkeit ist lustvolles Treiben nicht immer ein strafwürdiges Delikt, teilt der Deutsche Anwaltsverein saisonbezogen mit.

Die Standesorganisation leistet mit einer Checkliste Lebenshilfe  zu  den “wichtigsten Rechtsfragen” rund um den Höhepunkt der fünften Jahreszeit. Wer andere  Höhepunkte in der Öffentlichkeit sucht, sollte sich indes auf Orte kaprizieren, an denen andere sich nicht gestört fühlen. Outdoorsex im Karnevalsumzug, so schließt der DAV lebensnah, bedeutet in dieser Hinsicht  ein schwer zu beherrschendes Risiko.

Für berufstätige Narren liefert der DAV Rechtstipps zu Verkleidung und Alkohol am Arbeitsplatz – nur im Einvernehmen mit der Geschäftsleitung, versteht sich. 

Versicherungstechnisch wichtig: Kostümiertes Autofahren ist erlaubt, wenn die Verkehrssicherheit dadurch nicht gefährdet ist. Kamellen als Wurfgeschoss  gelten als “der Tradition geschuldet” und bieten deshalb auch bei  Verletzungen wenig Aussicht auf Schmerzensgeld. Allerdings beruht diese Feststellung auf einem Urteil des diesem süß-schmerzlichem Brauchtum affinen Amtsgerichts Köln (AZ: 123 C 254 / 10).

Für professionelle Narren weist der DAV darauf hin, dass Karnevalisten nicht gewerbesteuerpflichtig sind, aber etwaige Gewinne versteuert werden müssen. Hier hört der Spaß auf. (vwh/ku)

Bildquelle: Alexandra H./ pixelio

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