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Übergangsregelung für IFRS 9

10.12.2015 – Die KPMG begrüßt die aktuelle Entscheidung, für Rechnungslegungsstandards eine Übergangsfrist bis 2021 einzuführen. Das International Accounting Standards Board IASB hat gestern einen entsprechenden Entwurf veröffentlicht. Ursprünglicher Plan war, den IFRS 9 inklusive Bilanzierung zum sogenannten Fair Value bereits 2018 einzuführen.

“Wir begrüßen die Vorschläge des IASB: denn die Versicherer haben dann Klarheit wie Wahlrechte und Spielräume bei der Bilanzierung von Finanzinstrumenten auszuüben sind, um konsistent mit der künftigen Bilanzierung für das Versicherungsgeschäft zu sein”, sagt Frank Ellenbürger, Bereichsvorstand Versicherungen bei der KPMG. “Sowohl den Bilanzierenden als auch den Abschlussnutzern bleiben mehrmalige Änderungen in kurzer Zeit erspart“, führt er aus.

Allerdings können von dem Aufschub nur reine Versicherungsunternehmen profitieren. Auch Finanzkonglomerate betreiben in signifikantem Umfang Versicherungsgeschäft. Da aber die Banken den IFRS 9 bald anwenden sollen, sollen die Finanzkonglomerate lediglich die Möglichkeit bekommen, bestimmte Effekte in der Erfolgsrechnung zu korrigieren. Diese Effekte resultieren daraus, dass künftig ein großer Teil der Finanzinstrumente zum Fair Value zu bilanzieren ist und die Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung zu zeigen sind.

Das passt, wie KPMG feststellt, nicht zur derzeitigen Bilanzierung der versicherungstechnischen Rückstellung: Sie werden nicht oder mit einem festen Zins abgezinst und reagieren damit nicht auf Änderungen der Marktzinsen, anders als die Fair Values auf der Aktivseite. Das würde die Volatilität der Ergebnisse erhöhen. Allerdings sind die vorgesehenen Korrekturen für die betroffenen Unternehmen sehr aufwendig, da faktisch die Werte parallel nach beiden Standards ermittelt werden müssen. (vwh/ku)

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