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Raucher hat keinen Anspruch auf Sauerstoffgerät – Versicherung fordert Rauchverzicht

20.01.2014 – sauerstoffkonzentrator-150Ein chronischer Raucher hat trotz diagnostizierter COPD (chronic obstructive pulmonary disease/chronisch obstruktive Lungenerkrankung) keinen Anspruch auf ein mobiles Sauerstoffgerät, wenn er nicht mit dem Rauchen aufhört. Dies hat das Sozialgericht Heilbronn in einem aktuellen Urteil entschieden.

Die Krankenkasse des klagenden Rauchers finanzierte ihm wegen seiner Atemnot einen Apparat, der durch die Zufuhr von Sauerstoff die zu geringe Konzentration in seinem Blut ausgleichen kann. Diesen sogenannten Sauerstoffkonzentrator nutzte der Rentner freilich allenfalls unregelmäßig, unter anderem weil er damit in die eigenen vier Wände verbannt war. Nun wollte der 66-Jährige auch ein mobil nutzbares System, welches ihm beispielsweise bei Spaziergängen zu mehr Luft verhelfe. Seine Versicherung, die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) lehnte die Übernahme der Kosten nach Prüfung durch den medizinischen Dienst ab.

Die Heilbronner Richter hatten noch vor Jahreswechsel entschieden (Aktenzeichen S 9 KR 4030/13 ER), dass der erkrankte Raucher keinen Anspruch auf ein mobil nutzbares Flüssigsauerstoffsystem hat, solange er das Rauchen nicht einstellt. In der Begründung hieß es: „Wer den Sauerstoffgehalt im Blut durch das Rauchen senkt, kann nicht erwarten, dass wir ihm das Anheben durch ein Gerät finanzieren.“

Bild: Solch ein Gerät kostet über 3.000 Euro, die Kosten dafür trägt die Versicherung nur bei Kooperation des Erkrankten. (Quelle: Hersteller-Oxycare)

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