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Ratingurteile sind “kein originärer Prüfungsgegenstand”

07.06.2016 – Grund_vvw_dpa_Frank_HaasWenn Ratingagenturen wie im Fall der Ergo Leben das Fallbeil schwingen, ist das für Bafin-Chef Frank Grund “kein originärer Prüfungsgegenstand, sondern eine zusätzliche Marktinformation.” Im Interview mit der Versicherungswirtschaft erklärt er, wie die Versicherungsaufsicht ein Downgrading aufnimmt.

Rating-Urteile wie das jüngste von Fitch und S&P zur Ergo Leben (siehe UNTERNEHMEN) sind für Frank Grund “eine interessante Information. Wenn ein Downgrading eines Versicherungsunternehmens erfolgt, dann nehmen wir das zur Kenntnis.” Als direkte Handlungsaufforderung für die Bafin will er Ratings indes nicht verstanden haben. Zur Bedeutung der Rating-Agenturen sagt er: “Ich hatte ursprünglich gedacht, Versicherer nutzen unter Solvency II keine Ratings mehr. Das scheint völlig falsch zu sein. Ich sehe vorerst keine Anzeichen dafür, dass die SCR-Quote die Rating-Urteile ablöst.”

“Die Geschäftsmodelle haben sich für Ratingagenturen sicherlich verbessert”, schätzt der Chefaufseher für die Versicherer. “Es gibt aber auch Bestrebungen von Eiopa, Exzesse zu verhindern.” (vwh/ku)

Bild: Frank Grund, Versicherungschef der Bafin (Quelle: vvw/dpa/Frank Haas)

Interview: „Eine absolute Garantie kann kein System bieten“. Bafin-Versicherungschef Frank Grund über Preisexzesse bei Ratingagenturen und die Aufsicht unter Solvency II (Einzelbeitrag)

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