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PwC: Globale Megatrends nutzen

17.06.2014 – Versicherer müssen lernen, die Balance zwischen kurzfristigen Bedürfnissen der Anteilseigner und langfristiger Planung angesichts globaler Entwicklungen zu halten. Denn auch die Versicherungsbranche kann nicht losgelöst von signifikanten und teils radikalen Veränderungen bestehen.

Das hat Tim Ryan, stellvertretender Vorstand Markets, Strategy von PwC, jüngst bei einem Versicherungsforum in Chicago herausgestellt. Die globalen Megatrends, so der Wirtschaftsberater, sind unumgänglich. Fünf Bereiche würden faktisch umgekrempelt. Diese Entwicklungen seien daher zu nutzen.

Die technologischen Veränderungen seien frappant. Ryan verdeutlicht das am Beispiel der mobilen, mit dem Internet verbundenen Geräte: 2003 besaßen 6,3 Milliarden Erdenbürger rund 500 Millionen solcher Devices wie Smartphones. 2020, so lautet die Prognose, werden die 7,6 Milliarden Menschen auf mehr als 50 Milliarden Tablets, Notebooks, Smartphones zurückgreifen können – dies wirke sich unmittelbar auch auf das Konsumverhalten aus.

Der Klimawandel und das stetige Plus in der Nachfrage nach Ressourcen ist ein weiterer globaler Megatrend. Bis 2030 brauche die Menschheit 50 Prozent mehr Energie, 40 Prozent mehr Wasser und 35 Prozent mehr Nahrung.

Die Demografie ist – siehe auch die Prognosen für Deutschland – keine Frage, sondern ein Faktum: Aktuell sind 350 Million Menschen 70 Jahre oder älter. Bis 2024 soll diese Zahl auf über eine Milliarde angewachsen sein.

Einen weiteren wohl unumkehrbaren Trend stellt laut PwC die Urbanisierung dar: Während 2008 noch die Hälfte der Menschheit in Städten gelebt hat, sollen es bis 2050 fast drei Viertel sein. Die wirtschaftliche Macht wird sich bis 2050 ebenfalls verschieben. Die G7-Staaten um Deutschland, USA, Japan, Großbritannien, Frankreich, Italien und Kanada werden bis 2050 nur noch die Hälfte der sogenannten E7 (China, Indien, Brasilien, Russland, Indonesien, Mexiko, Türkei) erwirtschaften – auch wenn sich die wirtschaftliche Leistung von 29 auf 70 Bil. US-Dollar pro Jahr von 2009 bis 2050 mehr als verdoppelt haben wird. Die E7 werden sich im gleichen Zeitraum von 20,9 auf 138,2 Bil. pro Jahr steigern.

Mit sogenanntem “creative Leadership” sei diesen globalen Megatrends zu begegnen. Versicherer sollten diese, so Ryan laut Onlineportal PropertyCasualty360, nicht als Gefahren, sondern als Möglichkeiten sehen. Als zentral – neben der Balance von kurzfristiger Performance und langfristigem Wirtschaften – gelte die Preis- und Produktpolitik. Hier sieht PwC großes Potenzial, Stichwort Big Data, in der Aufbereitung von Daten. (vwh)

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