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Same procedure as every year in München?

06.02.2015 – IschingerDie Krisen der Welt erreichen an diesem Wochenende wieder die bayerische Landeshauptstadt München. Doch die Tonlage scheint in diesem Jahr ernster als zuvor, verleihen die jüngste Eskalation des Terrors und der Krieg in der Ukraine dem Treffen doch eine besondere Brisanz. So bezeichnete Konferenzchef Wolfgang Ischinger den Ukraine-Konflikt sogar als “größte Krise europäischer Sicherheit seit dem Zerfall der Sowjetunion”.

Etwa 400 Politiker und Experten werden sich am diesem Münchner Nobelhotel Bayerischer Hof einfinden, um über die Krisen der Welt zu diskutieren. Und der Gesprächsbedarf scheint hoch, zählte das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung allein 414 gewalttätige Konflikte im Jahr 2014 – die Krise in der Ukraine noch nicht mitgerechnet.

Die Tonlage scheint zumindest ernst zu werden, auch wenn Russlands Außenminister Sergej Lawrow und der ukrainische Staatspräsident Petro Poroschenko wohl nur mit Worten aufeinander losgehen werden. Der Dauerstreit mit dem Iran um sein Atomprogramm wirkt dagegen derzeit eher harmlos – auch wenn mit Hassan Ruhani erstmals ein iranischer Staatspräsident nach München kommen wird.

Insgesamt werden rund 20 Staat- und Regierungschefs sowie etwa 60 Außen- und Verteidigungsminister sowie NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg in München erwartet. Allein die Bundesregierung wird neben Bundeskanzlerin Angela Merkel mit drei weiteren Ministern vertreten sein. Nicht im offiziellen Programm vorgesehen sind zwar Kaliforniens Ex-Gouverneur Arnold Schwarzenegger und der ehemalige Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg – für gesteigerte Aufmerksamkeit werden sie wohl dennoch bei den anwesenden Fotografen sorgen.

Begleitet wird die Konferenz hingegen wie in jedem Jahr von Gegendemonstrationen und Kundgebungen. Rund 3.600 Polizisten werden dabei rund um den Tagungsort für Sicherheit sorgen – 500 mehr als im Vorjahr. (vwh/td)

Bild: Wolfgang Ischinger, Chef der Münchner Sicherheitskonferenz. (Quelle: Münchner Sicherheitskonferenz)

Link: Akteure und Hot Spots auf der Sicherheitskonferenz (Tagesreport vom 27.01.2015)

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