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Private Telefonate fallen nicht unter Versicherungsschutz

30.09.2013 – Die Frankfurter Allgemeine Zeitung lenkt in einem Bericht unter der Rubrik “Arbeitsrecht” den Blick auf Versicherungslücken während der Arbeitszeit: Wer eine kurze Pause einlegt, um privat zu telefonieren, ist nicht versichert. Das entschied das Hessische Landessozialgericht in einem aktuellen Urteil.

Im vorliegenden Fall rief ein Lagerarbeiter seine Frau während der Arbeit privat an und erlitt bei der Rückkehr von draussen eine schwerwiegende Knieverletzung. Nicht versichert entschied das Gericht (Az.: L3U33/11), wie auch im Fall eines Mitarbeiters, der in der Werkskantine auf Salatsauce ausrutschte, sich schwer verletzte und noch immer an den Folgen des Sturzes leidet (Az.: S 21 U 233/09). Ebenso abgelehnt wurde der Fall eines Polizisten, der sich an der Toilettentür den Finger verletzte. Auch seinen Fall erkannte das Verwaltungsgericht München nicht als Arbeitsunfall an (Az.: M 12 K 13.1024).

Hintergrund ist jeweils der Umstand, das zwar der Weg von und zur Arbeit -ohne Umweg- versichert ist, aber nicht das, was z.B. während des Essens in der Kantine, während des Toilettengangs oder in der Raucherpause geschieht. Zu Recht lehnte die Berufsgenossenschaft jeweils die Übernahme der Kosten ab, wie die Gerichte jetzt bestätigten.

Link: FAZ-Bericht zum Urteil

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