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Prävention nicht nur innerhalb der Unternehmen

27.08.2014 – WeltgesundheitDie Vision Zero steht im Mittelpunkt – eine Welt ohne tödliche oder schwere Arbeitsunfälle ist möglich. Betriebliche Gesundheitsprävention soll zudem nicht länger an der Türschwelle der Unternehmen aufhören. Dabei sollen bei der Förderung der Präventionskultur auch die Arbeitnehmer von morgen berücksichtigt werden.

Die Arbeitsthesen des XX. Weltkongresses für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit sollen gerade den Industrienationen verdeutlichen, dass nicht alle gesundheitlichen Probleme im Betrieb tatsächlich arbeitsbedingt sind (siehe DOSSIER). Das Spektrum der Gefährdungen am Arbeitsplatz reicht von chemischen über biologische bis hin zu psychischen Belastungen.

„Obwohl gerade westliche Industrienationen in Sachen Arbeitsschutz bereits viel erreichen konnten, bedeutet dies nicht, dass es keine Herausforderungen mehr gibt”, sagt Cameron Mustard vom Institute for Work & Health in Toronto. Alternde Belegschaften, eine Arbeitswelt des permanenten Wandels, besonders die sich rasant entwickelnden neuen Technologien und eine weiterhin zu verbessernde Kooperation der Aufsichtsbehörden würden den Arbeitsschutz von morgen prägen.

Risikoprävention, Gesundheitsförderung und berufliche Wiedereingliederung sollten gleichermaßen berücksichtigt werden, erläutert Hans-Horst Konkolewsky von der International Social Security Association (ISSA). Für eine Vision-Zero-Arbeitswelt brauche es zunächst eine Präventionskultur.

„Gute Arbeit kann nur dort entstehen, wo Sicherheit und Gesundheit in den Unternehmen groß geschrieben wird”, sagte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) anlässlich der Konferenz in Frankfurt.

Zum heutigen Abschluss wird Franz Josef Radermacher, Leiter des Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung an der Uni Ulm, sein Engagement für eine weltweite Umsetzung verdeutlichen: „Ein Global Marshall Plan ist die Voraussetzung für vernünftige Standards weltweit im Bereich Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit”, erklärte er bereits im Vorfeld der Veranstaltung, bei der die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) Gastgeber ist. Die hatte gestern ihre Jahresbilanz vorgelegt. (vwh)

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