Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Prävention: Belastung von PKV und GKV nicht zielführend

03.12.2014 – ThuesingDer Ausbau gesundheitsförderlicher Verhaltensweisen ist zu unterstützen. “Grundsätzlich sollte Prävention gesamtgesellschaftlich finanziert werden, und das heißt durch Steuermittel, nicht durch Sozialversicherungsbeiträge oder Mittel der Versicherungsunternehmen”, sagt Gregor Thüsing, Direktor des Instituts für Arbeitsrecht und Recht der sozialen Sicherheit der Uni Bonn.

“Und so scheint schon die Belastung der Kassen und der gesetzlich Versicherten Patienten begründungsbedürftig. Das gilt aber nicht minder für die Private Krankenversicherung (PKV). Hier würde eine erzwungene Beteiligung an Präventionsausgaben rechtstechnisch eine Sonderabgabe darstellen”, erläutert Gregor Thüsing in seinem Beitrag für PKV-Publik.

Jeder neue politische Anlauf sollte daher die gesetzgeberischen Rahmenbedingungen genau im Blick haben. Es geht darum, einen verlässlichen und tragfähigen Rahmen der Prävention zu schaffen. Das gehe aber nur mit Rechtssicherheit.

“Diese ist mit einer Belastung der gesetzlichen Krankenversicherung und einer verfassungsrechtlich bedenklichen Einbeziehung der PKV in eine erzwungene Finanzierung nicht gegeben”, sagt der Experte, der bereits im Auftrag der Regierung ein Gutachten zum Thema erstellt hat. “Die Politik sollte den Mut haben, nach besseren Lösungen zu suchen.” (vwh/ku)

Bild: Gregor Thüsing, Direktor des Instituts für Arbeitsrecht und Recht der sozialen Sicherheit der Uni Bonn. (Quelle: PKV-Publik)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten