Versicherungswirtschaft-heute
Donnerstag
21.09.2017
Tagesreport

Post LVRG: Kollektivbewusstsein hin zur Sozialisierung

23.09.2014 – Das Kollektivbewusstsein wird sich mit dem LVRG wieder verbessern. Denn diejenigen, denen Solidarität im Kollektiv nicht passt, würden, so der Münchner Aktuar Johannes Fiala, keine Lebensversicherung abschließen oder kündigen. Versicherungsmathematiker seien sich darüber hinaus weitgehend in ihrer positiven Bewertung eines Stornoabzuges einig.

Johannes Fiala, der in München als Rechtsanwalt arbeitet, stellt in seiner Bewertung des LVRG in der aktuellen Ausgabe des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft (Heft 9/14) fest: “Die Stärke von Lebensversicherungen basiert darauf, dass die Kapitalanlage kollektiv bis zu generationenübergreifend erfolgt.” Dem Vertrieb sei vielfach nicht klar, dass unzureichend aufgeklärte Kunden später Rückabwicklungen verlangen oder kündigen, was den Ruf der Branche deutlich verschlechtert.

Bernhard Florian Kotanko, Leiter der Emea Insurance Practice bei Oliver Wyman in Zürich, beteiligt sich ebenfalls an der politischen Debatte post LVRG. Die Kernfragen für Versicherer – über Ausweichsmechanismen bezüglich der Rendite – seien die Neuordnung der Vergütung im Vertrieb, wchte Kostensenkung sowie die Grundsatzfrage der künftigen Ausrichtung in der Lebensversicherung: “Für die traditionelle deutsche Lebensversicherung könnte der Markt hin zu einem stärkeren Kollektiv-Risikoausgleich zwischen Versicherungsnehmern – in Verbindung mit dem Staat- über VVaG und ööfentliche-rechtliche Konstrukte führen. Damit verstärkt sich die Sozialisierung der deutschen Lebensversicherung.” (vwh)

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