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Politische Risiken in den Brics-Staaten gestiegen

11.04.2014 – risikokarte_aon_04_2014Die Weltkarte der politischen Risiken 2014 weist für Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika (Brics) erhöhte Risikobewertungen aus. Das sind die Ergebnisse der Analysen des weltweit führenden Versicherungsmaklers Aon Risk Solutions.

Demzufolge ist in den fünf aufstrebenden Ländern, in denen ein großer Teil der weltweiten Waren und Rohstoffe produziert werden, die Wahrscheinlichkeit für politische Risiken auf breiter Basis gestiegen. Darin eingeschlossen sind die Risiken politischer Gewalt, politischer Einflussnahme und staatlicher Zahlungsausfälle. „Die schlechtere Risikobewertung für Russland ist größtenteils durch die jüngsten Entwicklungen in der Ukraine und die Annexion der Krim begründet“, sagt Silja-Leena Stawikowski, Expertin für politische Risiken bei Aon in Deutschland.

Die angespannte politische Situation habe demnach die ohnehin ungünstigen Rahmenbedingungen für Wirtschafttreibende in Russland weiter verschlechtert. Die Ukraine sei seit der Annexion der Krim durch Russland ein Land mit sehr hohem Risiko. Russlands Wunsch nach einer Föderalisierung der Ukraine werde für eine Fortsetzung der Krise sorgen. Die Instabilität in der Region wirke sich auch auf andere ehemalige Sowjetrepubliken wie Armenien, Weißrussland, Georgien und Moldawien aus.

Auch die Bewertung für Brasilien ist auf Aons Weltkarte für politische Risiken 2014 schlechter als im Vorjahr. Die Risiken des Landes seien gestiegen, da aufgrund der schwachen Wirtschaft die Rolle des Staates in diesem Bereich zugenommen habe. „Angesichts der in diesem Jahr in Brasilien stattfindenden Fußballweltmeisterschaft und der geplanten Ausrichtung der Olympischen Spiele 2016 ist dieser Befund besorgniserregend“, so Stawikowski. Fortdauernde Korruption, gestiegene rechtliche Risiken sowie politische Einflussnahme seien die Gründe für die schlechtere Bewertung Indiens. Zudem trügen Gebietsstreitigkeiten, Terrorismus sowie regionale und ethnische Konflikte zu einem erhöhten Risiko für politische Gewalt in dem Land bei. Chinas Bewertung hat sich auf der Weltkarte für politische Risiken ebenfalls verschlechtert. Aon verzeichnet demnach zunehmende politische Gewalt und ein verlangsamtes Wirtschaftswachstums. „Der Stillstand in der Wirtschaftspolitik und die konjunkturelle Schwäche verstärken sich in China wechselseitig“, sagt Aon-Expertin Stawikowski.
Trotz seiner starken politischen Institutionen habe Südafrika immer wieder mit Streiks zu kämpfen, die in dem Land zum wichtigsten Mittel der Lohnfestsetzung geworden seien, dabei zugleich die Geschäftsaussichten schwächten und die Finanzierungskosten in die Höhe trieben. Dies seien die Gründe dafür, dass auch Südafrikas Bewertung sich verschlechtert habe.

Link: Weltkarte der politischen Risiken in der Gesamtansicht (PDF)

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