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PKV will Steuerpflicht für bKV verhindern

25.11.2014 – timm_gennettDer Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) will verhindern, dass die Steuer- und Abgabenpflicht auf Beiträge der betrieblichen Krankenversicherung (bKV) gesetzlich beschlossen werden soll. Anlass war eine öffentliche Anhörung des Finanzausschusses im Bundestag. Bislang waren Sachleistungen für Mitarbeiter bleiben bis zur Gesamtgrenze von 44 Euro steuerfrei.

“Es liegt ein Vorschlag des Bundesrates vor, der nicht in unserem Sinne ist”, sagte Timm Gennett, Geschäftsführer Politik beim PKV-Verband der Ärzte-Zeitung anlässlich der Anhörung. Demnach würden auch die Arbeitnehmer mit Vorerkrankungen über die bKV private Zusatzversicherungen erhalten, die auf dem freien Markt keine oder keine bezahlbaren Policen finden würden. Die Absicherung von Gesundheitsrisiken könne zudem den deutschen Unternehmen helfen, in einem auch international zunehmenden Wettkampf um Mitarbeiter zu bestehen. “Die betriebliche Krankenversicherung ist nicht das Instrument, das das Problem löst, aber es ist ein entscheidendes Instrument, um Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden”, sagte Gennett weiter.

Klaus-Dieter Drüen, Professor für Unternehmenssteuerrecht, Bilanzrecht und Öffentliches Recht an der Universität Düsseldorf, kritisierte die Einschätzung des Bundesfinanzministeriums. “Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs ist die betriebliche Krankenversicherung als Sachlohn anzusehen, weil der Arbeitnehmer sich die Leistung nicht in Geldform auszahlen lassen kann”, so Drüen. (vwh/td)

Bild: Timm Gennet (Quelle: PKV)

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