Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 
- Anzeige -

PKV-Verband platziert Forderungen an künftige Koalitionäre

08.11.2013 – Uwe-LaueInmitten der Koalitionsverhandlungen von Union und SPD hat der Vorsitzende des Verbands der Privaten Krankenversicherung e.V., Uwe Laue, vor der Hauptstadtpresse in Berlin die Forderung erneuert, das „demographieanfällige Umlagesystem” zu entlasten und mehr Menschen eine kapitalgedeckte Absicherung anzubieten. Die Beitragsbemessungsgrenze der GKV müsse zugleich die Wahlfreiheit der freiwillig Versicherten definieren.

Auf die Zahlen von 2014 bezogen bedeute dies, dass die Wahlfreiheit für Arbeitnehmer wieder ab einer Bemessungsgrenze von 48.600 Euro gelten solle und nicht erst ab der erhöhten Versicherungspflichtgrenze von 53.550 Euro. Damit würden sie die kommende Generation der Beitragszahler im Umlagesystem der GKV – und übrigens auch den Faktor Arbeit in der deutschen Wirtschaft – nachhaltig entlasten”.

Vom Gesetzgeber erwartet sich Laue „die klare Trennung zwischen den Grundleistungen einer Sozialversicherung einerseits und individuell gewünschten höherwertigen Leistungen andererseits”. Diese Zusatzangebote gehörten in eine private und kapitalgedeckte finanzierte Zusatzversicherung, nicht aber in sogenannte Wahltarife unter dem Dach der Sozialversicherung”. Unverständlich sei, „dass diesem bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern gleichermaßen beliebten Instrument die steuerliche Förderung entzogen werden soll – wie es das Bundesfinanzministerium vor kurzem angekündigt hat”.

Zudem sprach sich Laue dafür aus, „den gut funktionierenden PKV-Sozialtarif, den sogenannten Standardtarif, wieder für alle Versicherten zu öffnen – für Arbeitnehmer, Selbständige, Beamte und Rentner”.

Die Diskussion über die Mitnahme von Altersrückstellungen bei einem Wechsel zu einem anderen Versicherer bezeichnete Laue als „sozialpolitisch schädlich – überdies rechtlich unmöglich und versicherungsmathematisch mit erheblichen Kollateralschäden verbunden” (Siehe VWheute vom 01.10.2013). Überdies betonte Laue im Hinblick auf die Pflegereform, dass dort „eine Ausweitung der Umlagefinanzierung oder gar eine Bürgerversicherung der falsche Weg” wäre. (vwh)

Foto: Uwe Laue, Vorsitzender des Verbands der Privaten Krankenversicherung e.V. (Quelle: PKV-Verband)

Link: Statement von Uwe Laue, Vorsitzender des PKV-Verbandes, am 07.11.2013

Autor:
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten