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PKV: “Mit Vollgas in die Krise”

01.04.2014 – pkv_publik_vollgasMit Vollgas rast die Bundesregierung nach Ansicht zahlreicher Experten und Vertretern der Privaten Krankenkassen beim Thema Gesundheit und Pflege auf die Krise zu. Bleibt es wie es ist, müssen Kassenpatienten mit starken Leistungskürzungen rechnen. Die Lösung liegt in mehr privater Vorsorge. Dieses Ergebnis stellte jüngst Fritz Beske, von der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie e.V. (DGGPP) in seinem neuen Buch mit dem Titel “Gesundheitsversorgung von morgen” vor.

Die Bundesregierung verweigert sich, wieder besseres Wissen, notwendigen Reformen für die nachhaltige Finanzierung der gesetzlichen Kassen, wie Reformen in der Pflegeversicherung, so der renommierte Gesundheitsökonom Beske in seinem neuen Buch:

In der GKV tickt systembedingt eine Zeitbombe, dem umlagefinanzierten System gehen die Beitragszahler aus, bei gleichzeitiger Ausdehnung der Bezugskreise. Nach Prognosen des Statistischen Bundesamtes reduziert sich zum Jahr 2060 die Bevölkerungzahl in Deutschland um rund 17 Millionen Menschen. Die aktuellen Parameter weiter gesponnen, müsste dann der Beitragssatz in der Krankenversicherung auf astronomische 52 Prozent ansteigen. Damit wird auch klar, aus den derzeitigen, konjunkturbedingten Überschüssen der GKV würde schon bald ein gigantisches Milliardendefizit.

Die Lösung sieht Beske, laut Titelgeschichte im Verbandsmagazins PKVpublik, auch im Verzicht. Es könne eben nicht jeder, jede Leistung erhalten, Zusatzversorgung müsste über private Zusatzversicherungen abgedeckt werden, so der Tenor. Die Einführung einer kapitalgedeckten Absicherung sei auch im Bereich der Pflege unumgänglich, so Beske weiter. Daneben sei auch eine klare Trennung zwischen Grundleistungen einer Sozialversicherung und höherwertigen Leistungen, wie sie z.B. in den Zusatzversicherungen angeboten werden, notwendig.

350.000 Menschen hat diese Argumentation schon überzeugt: Sie haben bereits Verträge über eine staatlich geförderte Pflegezusatzversicherung abgeschlossen, 174.100 entschieden sich für die klassische Pflegezusatzversicherung. Das macht ein Plus von 24,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Sieht so aus, als seien die Bürger hier weiter als die Politik und schafften für sich selbst schon mal Tatsachen.

Bild: Cover der aktuelle PKVpublik mit dem Titelthema Demografischer Wandel und GKV. (Quelle: PKV)

Link: Gesundheitsversorgung von morgen (12-seitige Langfassung der Ergebnisse, PDF)

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