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PKV kontert Grünen-Kritik

02.06.2016 – Der PKV-Verband hat den Vorwurf zurückgewiesen, dass immer mehr ältere Menschen wegen steigender Beiträge in den Standardtarif wechseln würden. Wie der Verband in einem eigens zusammengestellten Faktencheck mitteilt, sei die Zahl der Privatversicherten in den PKV-Sozialtarifen (Basis- und Standardtarif) seit vier Jahren nahezu konstant. Demnach habe es in 2012 etwa 73.700 Versicherte in beiden Tarifen gegeben. 2015 waren es laut PKV 75.200. Dies entspreche einem Plus von zwei Prozent.

Zudem sind laut PKV in beiden Sozialtarifen lediglich 0,8 Prozent aller rund 8,9 Mio. Privatversicherten versichert. Ferner weißt der PKV-Verband darauf hin, dass der Durchschnittsbeitrag etwa 280 Euro monatlich betrage. Renter könnten außerdem einen Zuschuss von bis zu 140 Euro durch die Rentenversicherung erhalten. “Es ist nicht seriös, auf Basis dieser sehr geringen Zahlen und des umfassenden Versorgungsniveaus in den beiden Sozialtarifen den Eindruck zu erwecken, es gebe hier gravierende Probleme”, kritisiert der Verband.

Gleichzeitig kontert der PKV-Verband den Vorwurf, wonach “die hohe Zahl der Versicherten, die wegen massiver Geldprobleme in den sogenannten Notlagentarif wechseln”, besonders auffällig sei. Hierzu stellt der Verband in seinem Faktencheck fest, dass es vor der gesetzlichen Einführung des Notlagentarifs 2013 in der PKV rund 149.000 Beitragsschuldner gab. Ende 2015 seien rund 115.800 Personen im Notlagentarif versichert gewesen. Dies entspreche einem Rückgang von 23 Prozent, berichtet der Verband.

Zur Forderung der Grünen nach einer Bürgerversicherung entgegnet der PKV-Verband: “Die Grünen tun so, als sei es ein Problem, wenn 0,8 Prozent der Privatversicherten in den Sozialtarifen reduzierte Leistungen auf dem Niveau der Gesetzlichen Krankenversicherung erhalten – und fordern als vermeintliche Lösung, auch die restlichen 99,2 Prozent der Privatversicherten unter dem Namen Bürgerversicherung zwangsweise in die gleiche Versorgung umzusiedeln. Das sei kurios. (vwh/td)

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