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PKV: Alterungsrückstellungen sind geschütztes Eigentum

04.09.2013 – geldscheineVier Monate, schätzt Joachim Poß, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, könnten die Krankenkassen ihre Gesundheitsausgaben mit ihrem aktuellen Kassenüberschuss von 30 Mrd. Euro decken. “Ich halte es für gut, dass im Gesundheitssystem in guten Zeiten ein kleiner Puffer angespart wird. Es wird auch wieder schlechte Zeiten geben”, rechtfertigt er im Gespräch mit Versicherungswirtschaft (VW 17, S. 15) das Sparverhalten der GKV.

Doch reichen diese Reserven auch für die steigenden Gesundheitskosten einer alternden Bevölkerung? Dass die gesetzlichen Krankenversicherer mit ihrem Umlageverfahren demografiefest sind, bezweifelt  der PKV-Verband: “Die Gesetzliche Krankenversicherung ist auf eine schrumpfende Bevölkerung nicht eingestellt”, sagt Verbandssprecher Stephan Caspary. Gesundheitsökonomen rechneten deshalb schon in wenigen Jahren wieder mit einem Milliardendefizit und mit einem starken Anstieg der Beitragssätze auf bis zu 30 Prozent.

Eine Prognose, die eine Vergesellschaftung der 180 Mrd. Euro Alterungsrückstellungen der Privaten Krankenversicherer im Rahmen einer Bürgerversicherung verführerisch machen könnte. Ein Szenario, das allerdings nach Ansicht des PKV-Verbands rechtlich nicht umsetzbar wäre. ” Die Alterungsrückstellungen der Privaten Krankenversicherung sind grundsätzlich geschütztes Eigentum der Versicherungsgemeinschaft und können nicht auf die gesetzlichen Krankenkassen, den Gesundheitsfonds oder eine wie auch immer geartete Einheitskasse übertragen werden, auch nicht im Zuge der Einführung einer sogenannten Bürgerversicherung”, verlautet der PKV-Verband.

Link: Versicherungswirtschaft

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