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PKV-Verbandsvorsitzender: Abrupte Beitragssprünge vermeiden

22.08.2014 – uwe-laue-33Notwendige Reformen, politische Unterstützung und Versicherungslösungen für alle Lebenslagen.: Botschaften von Uwe Laue, Vorstandsvorsitzender des PKV-Verbandes, im Sommerinterview mit VWheute  zur strategischen Positionierung der Privaten Krankenversicherung.

VWheute: Herr Laue, wir wollen mal nachhaken. In der Ausgabe 1/2014 der Versicherungswirtschaft sprachen Sie neben der Stärkung des Tarifwechselrechts von „weiteren Vorschlägen zur Verbesserung der Kundenfreundlichkeit“, die auf dem Tisch lägen, aber der Unterstützung des Gesetzgebers bedürfen würden. Wie weit sind diese Pläne?

Laue: Die PKV selbst hat ja bewiesen, dass sie in der Lage ist, sich weiter zu entwickeln und notwendige Reformen anzupacken. So haben die Unternehmen die Einführung der Unisex-Tarife dazu genutzt, um auf breiter Front Mindestleistungen einzuführen. Und die Billigtarife, die nie ein Markenkern der PKV waren, wurden von den meisten Anbietern inzwischen im Interesse ihrer Versicherten eingestellt. Die Stärkung des Tarifwechselrechts haben Sie selbst genannt: Hierzu gehört Transparenz zu allen notwendigen Informationen zum internen Tarifwechsel mitsamt den zu zahlenden Beiträgen in den Zieltarifen des Unternehmens. Einige Reformen können wir aber in der Tat nur mit dem Gesetzgeber umsetzen. Wir sind deshalb im Gespräch mit der Politik, sodass wir dort politische Unterstützung erhalten, wo die Interessen der Versicherten gestärkt werden: So wollen wir erstens abrupte Beitragssprünge vermeiden und durch eine Reform der Kalkulationsgrundlagen eine stetigere Beitragsentwicklung ermöglichen. Zweitens sollte es doch möglich sein, den gut funktionierenden PKV-Sozialtarif, den „Standardtarif“, wieder für alle Versicherten zu öffnen. Da das Leben nicht immer so läuft wie geplant, müssen und wollen wir in allen Lebenslagen – auch in sozialer Not – den Menschen Lösungen anbieten können.

Was sind Ihre Prioritäten im zweiten Halbjahr 2014?

Ich bin zuversichtlich, dass wir bald – in konstruktiver, fairer Kooperation mit der Ärzteschaft – einen Entwurf für eine neue Gebührenordnung vorlegen können. Denn hier brauchen wir eine Modernisierung. Ein Kernpunkt ist die fortlaufende Berücksichtigung des medizinischen Fortschritts. Darüber hinaus wollen wir die Rahmenbedingungen für betriebliche Krankenversicherungen verbessern, denn sie sind wichtige Instrumente für die betriebliche Gesundheitsförderung und Prävention – und sie helfen den Arbeitgebern, in Zeiten des Fachkräftemangels qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten.

Was sind Ihre Visionen für 2014/15?

Es kommt darauf an, die Gesundheits- und Pflegeversorgung im Interesse aller Bürger zukunftsfest zu machen. Die Private Krankenversicherung steht für den dringend benötigten Ausbau der kapitalgedeckten Säule bereit, und zwar in der Krankenversicherung ebenso wie in der Pflegeversicherung. Nur diese Art der Vorsorge macht eine nachhaltige und generationengerechte Finanzierung des gesamten Gesundheitswesens möglich.

Ihre persönlichen Wünsche für den Rest des Jahres?

Gesundheit ist und bleibt das Wichtigste – für meine Familie, meine Mitarbeiter, unsere Versicherten und auch für mich selbst.

Wo verbringen Sie oder haben Sie in diesem Jahr Ihren Sommer-Urlaub verbracht?

In Ruhe mit meiner Familie.

Die Fragen stellte VWheute-Redakteurin Silvia Ellinger.

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