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Pflegeproblem rückt ins allgemeine Bewusstsein

14.01.2015 – Leienbach_15036 Prozent der Deutschen haben einen Pflegefall in ihrem persönlichen Umfeld oder gehen davon aus, bald einen zu erleben. „Das Thema Pflege ist endgültig mitten in unserer Gesellschaft angekommen“, sagte Volker Leienbach, Direktor des PKV-Verbandes, gestern in Berlin. In einem Festakt gedachte man der Einführung der Pflegeversicherung vor zwanzig Jahren.

Bei der Gestaltung der Pflegeversicherung haben die Privaten Krankenversicherer eine Pionierrolle eingenommen. Sie hatten bereits zehn Jahre zuvor eine freiwillige Pflegeversicherung ins Leben gerufen. Der Gesetzgeber griff dann auf die Erfahrungen der Privatversicherer zurück, beispielsweise bei der Definition des Pflegebedürftigkeitsbegriffs.

Deutschland steht vor einem großen Problem bei der Pflege von Alten. Wegen der hohen Arbeitsbelastung sind viele Pflege-Einrichtungen kaum noch in der Lage, ihrer Betreuungsaufgabe in menschenwürdiger Weise nachzukommen. Etwa 2,6 Millionen Menschen sind in Deutschland pflegebedürftig, Tendenz steigend.

Einem Bericht der Saarbrücker Zeitung zufolge sind 444.000 Pflegebedürftige auf die staatliche „Hilfe zur Pflege“  angewiesen, trotz der Pflegeversicherung. Vor zehn Jahren mussten demnach nur 340.000 Menschen diese Hilfe in Anspruch nehmen. Die staatlichen Ausgaben für armutsgefährdete Pflegebedürftige sind seitdem von 2,61 Milliarden Euro auf 3,34 Milliarden gestiegen. SPD und die Linke fordern einen Umbau der Pflegeversicherung. (ba)

Bildquelle: PKV

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