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Pensionskassen fehlen 78 Billionen Dollar

18.03.2016 – Rente_Fotolia_102923085In den Rentensystemen der 20 OECD-Staaten sind derzeit Pensionsverpflichtungen in Höhe von rund 78 Billionen US-Dollar ungedeckt. Dies geht aus einer Berechnung der Citigroup hervor. Besonders gefährdet seien demnach vor allem die Staaten in Europa. Gerade bei Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Portugal und Spanien seien die Lücken in den Pensionsverpflichtungen mehr als dreimal so hoch wie deren Bruttosozialprodukt.

Gelöst werden könnte das Problem laut Citigroup unter anderem durch eine stärkere Anpassung des Rentenalters an die längere Lebenserwartung der Menschen. Zudem fordern die Studienautoren laut Süddeutscher Zeitung, dass die staatlichen Renten nicht mehr das Haupteinkommen im Alter sein sollten, sondern lediglich nur noch als “Sicherungsnetz” dienen.

Entspannung an der Pensionsfront herrscht hingegen bei den 30 Dax-Unternehmen. Laut einer aktuellen Studie des Beratungsunternehmens Mercer sanken die Verpflichtungswerte (DBO) durch die positive Zinsentwicklung im Jahr 2015 von etwa 372 Mrd. Euro auf nunmehr 362 Mrd. Die Pensionsvermögen steigen hingegen im gleichen Zeitraum von etwa 228 Mrd. auf 236 Mrd. Euro. Damit erreicht der Deckungsgrad laut Analyse wieder 65 Prozent. Einen weiteren Grund sehen die Analysten zu einem kleinen Teil auch in der Veränderung des Dax. Durch das Ausscheiden von Lanxess und die Neuaufnahme von Vonovia verringerten sich die Verpflichtungswerte um etwa zwei Mrd. Euro.

“Die erfreulichen Kursanstiege der Aktienmärkte bis zum Frühsommer wurden im August und September wieder aufgezehrt. Die anschließende Erholung im Herbst holte diese Verluste wieder auf, führte aber nur zu einem geringen Anstieg über das Niveau vom Jahresanfang hinaus”, erläutert Carl-Heinrich Kehr, Principal und Investmentexperte bei Mercer in Deutschland.

Auch für 2016 rechnet Mercer aufgrund der Zinsentwicklung mit einer weiteren Absenkung des Pensionsaufwandes. So betrug der Dienstzeitaufwand für das Jahr 2015 – der planmäßige Aufwand ohne Zinsaufwand – laut Mercer-Hochrechnung rund sieben Mrd. Euro. Für das Jahr 2016 werde dieser Betrag um etwa eine halbe Mrd. Euro absinken. (vwh/td)

Bildquelle: Fotolia

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