Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Oletzky: “ÖPP nicht der Königsweg für jede Infrastruktur-Finanzierung”

15.04.2015 – oletzky_ergoDer Zehn-Punkte-Plan der Infrastruktur-Kommission steht und wird kommende Woche in seiner Gänze präsentiert. “Mit den gefundenen Kompromissen zufrieden” ist Ergo-Chef Torsten Oletzky, der in der von Marcel Fratzscher geleiteten Expertenrunde Versichererinteressen vertreten hat. Der korrespondierende Juncker-Plan wird in Straßburg als Geschenk für Versicherer auf Kosten der Steuerzahler kritisiert.

“Wir brauchen echte öffentliche Investitionen, statt einer Subventionierung der Renditen von Finanzhaien durch die Steuerzahler über Public Private Partnerships (PPP)”, polterte der EU-Parlamentarier Fabio De Masi (Die Linke) nach den Verhandlungen über den Verordnungsentwurf zur Errichtung des Europäischen Fonds für Strategische Investitionen (EFSI) sowie die entsprechenden Abstimmungen in den Ausschüssen für Verkehr und Fremdenverkehr (TRAN) und Industrie, Forschung und Energie (ITRE) am Dienstag im Europäischen Parlament.

“Der Juncker-Plan garantiert Banken und Versicherungen die Rendite auf Kosten der Steuerzahler und löst den Investitionsstau nicht”, so De Masi.

“ÖPP ist nicht der Königsweg für jede Infrastruktur-Finanzierung”, kommentiert Torsten Oletzky die deutsche Entwicklung. “Aber es wäre wünschenswert, neuen Finanzierungsformen etwas mehr Raum zu geben. Genau das tun wir in unserem Bericht. Deshalb sind wir mit den gefundenen Kompromissen zufrieden.“

Er schränkt aber ein: “Für größere Investoren wie Ergo sind auch große Infrastrukturmaßnahmen wie der Bau von Autobahnabschnitten eine hoch interessante Anlage.” (ku/taf)

Bild: Torsten Oletzky (Quelle: Ergo)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten