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Ökonomen erwarten Konjunkturaufschwung

29.05.2015 – prognosen_dieter_schuetz_pixelioDie Wirtschaftswissenschaftler des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) sowie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) erwarten einen deutlichen Wachstumsschub für Deutschland.

So geht das DIW davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt von April bis Juni um 0,5 Prozent wachsen werde. Der DIHK korrigierte zudem seine Wachstumsprognose nach oben: Statt 1,3 Prozent rechnen die Experten nun mit einem Plus von 1,8 Prozent.

“Die Erholung des Euroraums und die merkliche Verbesserung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit dürften dem exportorientierten, verarbeitenden Gewerbe Impulse verleihen”, sagte DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner bei der Vorstellung des Konjunkturbarometers. Zudem werde private Konsum weiter für Schwung sorgen, wenn auch aufgrund der steigenden Inflation nur gebremst.

Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), warnte bei der Vorstellung der Frühsommer-Umfrage seines Verbandes jedoch bedingt durch den gesunkenen Ölpreis, die Euro-Schwäche und die Niedrigzinsen vor einem “geliehenen oder gedopten Aufschwung”. Würde dieser “Effekt von heute auf morgen” wegfallen, “dann würden wir wieder bei der Dümpelkonjunktur landen, die wir hatten”.

Zudem geht der DIHK davon aus, dass in diesem Jahr in der deutschen Wirtschaft etwa 250.000 Stellen neu geschaffen werden und die Zahl der Arbeitslosen um etwa 100.000 auf 2,8 Mio. sinken werde. Allerdings seien die Dienstleister beim Schaffung neuer Jobs zurückhaltender als Bau, Handel oder Industrie. Für das kommende Jahr gibt sich der DIHK allerdings nur verhalten pessimistisch. Eine Zwei vor dem Komma dürfte nur dann erreicht werden, wenn die Investitionen kräftiger anziehen (siehe DOSSIER). (vwh/td)

Bildquelle: Dieter Schütz / pixelio.de

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