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OECD sieht Lebensversicherer in der Risikofalle

25.06.2015 – Gurria_OECD_World_Economic_ForumDie anhaltend niedrigen Zinsen bergen für Rentenfonds und Lebensversicherer erhebliche längerfristige Risiken. Durch den höheren Risikoappetit in der Kapitalanlage fürchtet die OECD in ihrem aktuellen Bericht erhebliche Schocks, wenn einzelne Märkte nachgeben.

“Um die Herausforderungen zu meistern, vor der wir als alternde Gesellschaften stehen, müssen wir unsere Mittel weltweit in die produktivsten Investitionen stecken, dürfen aber keine überhöhten Risiken eingehen”, sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurría gestern in Paris. “Vor allem müssen wir die Fähigkeit unseres Finanzsystems stärken, Schocks abzufedern und die Finanzblasen und Crashs vergangener Jahrzehnte zu vermeiden.”

Rentenfonds und Versicherer könnten Probleme bekommen, da auslaufende Hochzinsanleihen in ihren Portfolios bei Wiederanlage nur durch Papiere mit niedrigerem Zins ersetzt werden können. Niedrigere Zinseinnahmen wiederum führen zu niedrigeren Ausschüttungen der Rentenfonds, die in der Regel mindestens 40 Prozent ihres Kapitals in festverzinslichen Wertpapieren halten.

Bleiben die Zinsen so niedrig wie heute könnten sich einige Versicherer gezwungen sehen, die Garantieversprechen bei neuen Verträgen weiter herabzusetzen und in riskantere Anlagen zu gehen. Solche Strategien bergen große Risiken. (vwh/ku)

Bild: OECD-Generalsekretär Angel Gurría (Quelle: World Economic Forum)

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