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Obamas Klimaschutz-Plan findet Beifall der Versicherer

05.08.2015 – Obama_White_House_Pete_SouzaUS-Präsident Barack Obama verschärft die Klimaschutz-Ziele. Das entspricht den breiten Erwartungen führender Versicherungskonzerne. In einem offenen Brief hatten 43 CEO, unter ihnen damals noch Michael Diekmann (Allianz), Nikolaus von Bomhard (Munich Re) sowie Michel M. Lies (Swiss Re) sich selbst verpflichtet und gerade auch die Politik angemahnt, in Paris wirklich ambitionierte Klimazielen zu vereinbaren.

Barack Obama hat nun vor dem Ende seiner zweiten Amtszeit gestern den “bedeutendsten Schritt angekündigt, den die USA jemals für Klimaschutz unternommen haben.” Erstmals schreibt die Regierung verbindliche Ziele in Sachen Kohlenstoffdioxid vor. Um 32 Prozent soll im Vergleich zu 2005 der Ausstoß im Energiesektor gesenkt werden. Konkrete Pläne müssten von den einzelnen US-Staaten ausgearbeitet werden.

Der “Clean Power Plan” sei ein “positiver Schritt nach vorn in den ehrlichen Anstrengungen der USA, ihre Emissionen zu verringern”, teilte EU-Klimakommissar Miguel Arias Canete laut Tagesschau.de mit. Der Plan bedeute “weiteren Schwung” für die geplante UN-Klimakonferenz, denn er verdeutliche den Willen der USA, ihre internationalen Klimaschutzbemühungen durch Aktionen im Inland zu untermauern.

Amerikanische Industrievertreter kündigten bereits Klagen gegen den Plan an. Die Kohleindustrie, berichtet die Tagesschau, kritisiert den ihrer Ansicht nach “illegalen Plan, der Stromkosten wahrscheinlich in die Höhe treiben und Menschen arbeitslos machen wird”. Als “unrealistisch und wachstumshemmend” bezeichneten ihn die Republikaner.

“Die Ziele sind ja extrem bescheiden”, konstatiert Michael Braungart, wissenschaftlicher Leiter des Hamburger Umweltinstituts im Deutschlandfunk.(vwh/ku)

Bild: US-Präsident Barack Obama (Quelle: Pete Souza/ White House)

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