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Obama: “Lektion der Krimkrise heißt Energievielfalt”

10.06.2014 – G7_merkel_obama_bundesregierung_150“Wenn die Ukrainekrise uns etwas bewusst gemacht hat dann heißt die Lektion, Energiesicherheit ist ins Zentrum unserer kollektiven Agenda gerückt”, betonte US-Präsident Barack Obama zum Abschluss des zweitägigen G7-Treffens in Brüssel vor der Presse.

Dies bedeute, dass die Hinwendung zu stärkerer Diversifizierung und dem Ausbau der Energieinfrastrukturen oberste Priorität eingeräumt werden müsse. Nach dem demonstrativen Boykott der sieben führenden Wirtschaftmächte USA, Kanada, Japan, Großbritanniern, Deutschland, Frankreich und Italien, nicht der russischen Einladung nach Sotschi zu folgen, übten sich die G7-Staaten am Vortag der 70-jährigen Gedenkfeier der Landung in der Normandie in engem Schulterschluss.

Die G7-Staaten verständigten sich auf Sofortmaßnahmen zur Energiesicherheit. So soll die EU-Kommission kurzfristig Notfallpläne für den Winter 2014/15 aufstellen. Gemeinsam mit der Internationalen Energieagentur (IEA), der Internationalen Erneuerbaren Agentur und internationalen Finanzorganisationen wie der Osteuropabank und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) wollen die G7-Staaten gemeinsam mit der Ukraine Energieressourcen in der Wasserstoffwirtschaft, den Erneuerbaren Energien erschließen sowie Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz ergreifen.

Ferner sollen kritische Infrastrukturen in den Energiemärkten, Transitrouten und dem Energietransport einer kritischen Überprüfung unterzogen werden. IEA und EU-Kommission sollen bis Ende 2014 Optionen und Vorschläge für Einzelmaßnahmen und ein gemeinsames Vorgehen der G7-Länder auf dem Feld der Gasversorgungssicherheit unterbreiten. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso kündigte an, dass die EU-Kommission beim EU-Gipfel Ende Juni einen EU-Energie-Sicherheitsplan vorlegen werde.

Ein besonderes Augenmerk künftiger Energiegewinnung soll den kohlenstoffarmen Technologien wie den Erneuerbaren gewidmet werden. Aber auch die Kernenergie solle als Option erhalten bleiben, für die Länder, die diesen Weg in Zukunft weiterverfolgen wollen. Ein weiterer Schwerpunkt soll den Kohlenstoffspeichertechnologien (CCS) vorbehalten werden. Darüber hinaus solle der Flüssiggasmarkt (Liqueified Natural Gas, LNG) durch neue Lieferrouten und den Ausbau von LNG-Terminals intensiviert werden. In diesem Zusammenhang hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel unlängst in Brüssel für den Ausbau eines LNG-Terminals im deutschen Wilhelmshaven ausgesprochen. (taf)

Bild: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und US Präsident Barack Obama (Demokraten) beim G7-Gipfel. (Quelle: Bundesregierung/Kugler)

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