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Nullzins bleibt – EZB in Lauerstellung

22.07.2016 – ezb_Sandro Almir Immanuel_pixelio.deTrotz wachsender Konjunktursorgen nach dem Brexit-Votum beließ die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von null Prozent. Das wurde gestern beschlossen. Auch der Strafzins, den Banken und Sparkassen zahlen müssen, wenn sie Geld bei der Notenbank parken, liegt weiterhin bei 0,4 Prozent.

Erwartet wird, dass die EZB im September angesichts der wachsenden Unsicherheit nach dem Nein der Briten zur Europäischen Union ihre milliardenschwere Geldflut ausweiten könnte. Die Währungshüter hatten erst im März ihren Kurs gegen Mini-Inflation und Konjunkturschwäche drastisch verschärft. Erstmals wurde der Zins, zu dem Banken frisches Zentralbankgeld bekommen, auf null gesenkt. In Staatsanleihen und anderen Wertpapieren steckt die EZB 80 Mrd. Euro monatlich. Seit Juni kauft die Notenbank auch Unternehmensanleihen. Das soll noch bis mindestens März 2017 weitergehen und notfalls darüber hinaus aufrechterhalten werden.

Die Geldflut soll die Kreditvergabe ankurbeln und so Wachstum und Inflation anschieben. Dauerhaft niedrige oder gar sinkende Preise gelten als Konjunkturrisiko. Darum strebt die EZB mittelfristig eine Teuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an – weit genug entfernt von der Nullmarke. Im Juni lag die Inflation im Euroraum gerade einmal bei 0,1 Prozent. (vwh/wo)

Bild: Sandro-Almir-Immanuel/ Pixelio.de

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