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NRW verabschiedet sich von Riester-Rente

12.11.2015 – Riester_GDVDie Landesregierung von Nordrhein-Westfalen plant eine grundlegende Kurskorrektur in der Rentenpolitik. Damit rückt sie von zentralen Punkten der rot-grünen Rentenreform unter dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ab, berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger (KSTA) unter Berufung auf eine aktuelle Broschüre der Landesregierung zur Zukunft der Altersvorsorge.

Demnach will die rot-grüne Koalition in NRW “wieder mehr auf die gesetzliche Rente setzen, sodass sie ihre ursprüngliche Funktion, die Sicherung des
Lebensstandards im Alter, wieder erfüllen kann”, heißt es in der Broschüre. Damit stelle die Landesregierung das bislang geltende Drei-Säulen-Modell der Alterssicherung aus gesetzlicher Rente, privater Vorsorge und Betriebsrente infrage, berichtet die Zeitung.

Eine Untersuchung des Sozialministeriums und der Rentenversicherung zur betrieblichen und privaten Vorsorge in NRW ergab, dass nur 39,6 Prozent der befragten Unternehmen eine vom Arbeitgeber finanzierte betriebliche Altersvorsorge (bAV) anbieten. Zudem sorgen 51,9 Prozent der Arbeitnehmer zusätzlich zur Rente im Alter vor. Nur 38,8 Prozent verfügen über eine private Zusatzversorgung, schreibt der KSTA weiter.

In der Broschüre der NRW-Landesregierung hißt es: “Bevor man versucht, das dreigliedrige Alterssicherungssystem zu optimieren”, sollte grundsätzlich diskutiert werden, “ob es nicht besser wäre, die gesetzliche Rente wieder zu stärken.” Diese biete “in Krisenzeiten mehr Sicherheit als die kapitalgedeckte Alterssicherung”. Eine entsprechende Stärkung der Rente könne beispielsweise durch die Erhöhung des Rentenniveaus erreicht werden. (vwh/td)

Bild: Der ehemalige Bundesarbeitsminister Walter Riester. (Quelle: GDV)

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