Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Niedrigzinspolitik kosten Versicherer mehr als 300 Milliarden

27.03.2015 – Euro_GDVDie Niedrigzinspolitik der Notenbanken weltweit beschert den Privathaushalten und institutionellen Investoren erhebliche Einbußen. Die Ausfälle für die Versicherer in der EU und den USA beliefen sich im gleichen Zeitraum auf rund 400 Mrd. Dollar (365 Mrd. Euro).

Laut einer aktuellen Studie von Swiss Re sind allein den US-Sparern zwischen 2008 und 2013 netto 470 Mrd. Dollar (rund 430 Mrd. Euro) entgangen. In der Berechnung sind positive Effekte wie beispielsweise niedrigere Kreditzinsen schon berücksichtigt.

Mit ihrer Niedrigzinspolitik wollen die Notenbanken das Wirtschaftswachstum ankurbeln und die Staaten bei der Finanzierung ihrer Schulden unterstützen. Die Maßnahmen verursachen aber zugleich erhebliche Kosten bei Investoren, meldet der GDV. Dies gilt auch für deutsche Lebensversicherer, bei denen festverzinsliche Wertpapiere traditionell den Großteil ihrer Kapitalanlagen ausmachen.

Zwischen 2008 bis einschließlich 2013 lagen ihre zinsbedingten Mindereinnahmen nach einer Schätzung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bei rund 15 Mrd. Euro. Der Berechnung liegt ein langfristiger Zins von 4,3 Prozent zugrunde, der sich aus dem Durchschnitt der Swapsätze von 2002 bis 2008 ableitet. (vwh/ku)

Bildquelle: GDV

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten