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Niedrigzinsen belasten Vorsorgeverhalten

11.05.2016 – Rentner_Petra Bork_pixelioDie Bereitschaft, während des Erwerbslebens für das Alter zu sparen, scheint angesichts der aktuellen Niedrigzinsen nicht sonderlich ausgeprägt. Laut Axa Deutschland-Report 2016 wollen 55 Prozent der Berufstätigen in Deutschland ihre private Altersvorsorge nicht weiter ausbauen. Gleichzeitig gebe es einen regelrechten “Run” auf Immobilien zur Eigennutzung und Vermietung, um damit das Auskommen im Alter zu sichern.

Gleichzeitig will nur jeder zehnte Berufstätige zur Altersvorsorge jeweils auf Spareinlagen, private Renten- sowie Lebensversicherungen oder eine betriebliche Altersversorgung setzen, so die Axa-Studie. Fast jeder fünfte Erwerbstätige (18 Prozent) plant laut Axa dagegen den Erwerb eines Eigenheims. Zudem will bereits jeder sechste (16 Prozent) will in eine Immobilie zur Vermietung investieren.

Dabei gehört für mehr als drei Viertel eine finanzielle Absicherung im Ruhestand zu den drei wichtigsten Lebenszielen. Rund 57 Prozent der Erwerbstätigen macht das Thema Altersvorsorge heute allerdings mehr Angst macht als früher. Jeder dritte Erwerbstätige (32 Prozent) fürchtet sich sogar persönlich vor einer Verarmung im Alter.

Zudem konstatiert die Axa auch ein anhaltendes West-Ost-Gefälle. Während in Berlin, Bremen, Hessen, Niedersachen und Nordrhein-Westfalen eine relative Mehrheit der Berufstätigen die eigene bisherige Altersvorsorge als ausreichend betrachtet, berichten die Berufstätigen in Ostdeutschland hingegen von einer nicht ausreichenden eigenen Vorsorge. Berufstätige im Osten haben zudem auch seltener eine betriebliche Altersversorgung als im Westen, so die Axa.

“Die anhaltenden Niedrigzinsen lassen die Sparbereitschaft der Erwerbstätigen erlahmen. Doch für einen auskömmlichen Ruhestand müssen sie heute privat etwas für
morgen zur Seite legen. Die einseitige Fokussierung auf Immobilien zur Altersvorsorge birgt allerdings Risiken”, betont Axa-Vorstand Patrick Dahmen. Ein weiterer Kritikpunkt: “Die Deutschen verschieben das Thema immer weiter in die Zukunft”, bemängelt Dahmen gegenüber dem Handelsblatt. Gleichzeitig führe das historische Zinstief dazu, “dass die Vorsorgebereitschaft regelrecht gelähmt ist”. (vwh/td)

Bildquelle: Petra Bork / pixelio.de

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