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Nicht mit der Tür ins Haus fallen!

06.08.2013 – vvw-heftAuch wenn sich Vermittler und Versicherungsnehmer schon lange und gut kennen, sollte der Vermittler nicht mit der Tür ins Haus fallen, wie ein aktuelles Urteil des Landgerichts Oldenburg zeigt.

Im vorliegenden Fall besuchte der Vermittler, in seiner Funktion als Bezirksleiter der Bausparkasse, seinen Kunden zu Hause. Nachdem er geklingelt und sich in Erwartung des Türsummers mit der linken Schulter an die Tür gelehnt hatte, wurde, so der Vermittler, die Türe von innen aufgerissen, worauf er in den Hausflur gestürzt sei und sich dabei die rechte Schulter so schwer verletzte, dass dies zu einer dauerhaften Invalidität geführt habe.

Diese Schilderung erschien dem Gericht “zumindest unwahrscheinlich”. Es gab daher der Klage nicht statt. Die Tür sei nicht ruckartig zu öffnen gewesen, der Versicherungsnehmer habe auch nicht “schuldhaft” gehandelt. Übersetzt ins Juristendeutsch lässt sich der Fall wie folgt beschreiben:

Für die Nebenintervention des Privathaftpflichtversicherers besteht bei Vorliegen eines Dubiosschadenfalls ein rechtliches Interesse an der Beteiligung im Haftungsrechtsstreit des Versicherungsnehmers.

LG Oldenburg, Urteil vom 06.07.2012 (8 O 437/12)

Foto: VersR, aktuelles Magazin vom 5. August (Quelle: VersR)

Link: Einzelheftbestellung VersR Nr. 23, 2013

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