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Neues Präventionsgesetz: PKV stärkt freiwillige Vorsorge

18.06.2015 – Bundestag_Marc-Steffen_Unger_Deutscher_BundestagDer Bundestag wird heute das Präventionsgesetz mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD in der vom Gesundheitsausschuss gestern beschlossenen Fassung verabschieden. Die Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung sollen für Prävention und Gesundheitsförderung mehr als verdoppelt werden. Der PKV-Verband will seine freiwilligen Anstrengungen zur Prävention ebenfalls deutlich ausbauen.

Nach offiziellen Angaben votierte der Gesundheitsausschuss in nicht öffentlicher Sitzung mehrheitlich für den nach den Ausschussberatungen leicht veränderten Gesetzesentwurf von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke stimmten gegen die Vorlage. Das Abschlussdokument des Gesundheitsausschusses lag am Mittwochabend öffentlich noch nicht vor.

In der GKV sollen dem Gesetzentwurf zufolge die Ausgaben für Prävention je Versicherten von 3,09 Euro auf sieben Euro im Jahr verdoppelt werden. Bei gut rund 70 Mio. Versicherten wären dies mindestens 490 Mio. Euro im Jahr. Vor allem “lebensstilbedingte Volkskrankheiten” wie Diabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Schwächen oder Adipositas (Fettleibigkeit) sollen eingedämmt werden.

PKV-Verbandsvorsitzender Uwe Laue sagte gestern in Berlin: “Wir werden unsere freiwilligen Leistungen erhöhen.” Derzeit engagieren sich die privaten Krankenversicherer in der AIDS-Bekämpfung, in der Eindämmung des Alkoholmissbrauchs von Jugendlichen (“Kenn Dein Limit”) sowie der Aktion “Älter werden in Balance”. Laue zufolge sollen die Mittel von sieben auf 20 Mio. Euro aufgestockt werden. In der PKV haben knapp neun Mio. Menschen eine private Krankenvollversicherung. (brs)

Bild: Plenarsaal des Deutschen Bundestages (Quelle: Marc-Steffen Unger / Deutscher Bundestag)

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