Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Nahles-Rente macht bAV zu kompliziert

21.05.2015 – Loebbecke_HDIDie geplante Nahles-Rente soll nach derzeitigem Stand ohne Beratung auskommen. Fabian von Löbbecke hält dies für einen Konstruktionsfehler im Konzept. “Altersvorsorge ist nicht selbsterklärend”, sagt der bAV-Vorstand von HDI Leben. Seine Position: Wer die Betriebsrente stärken will, sollte die bestehende betriebliche Altersversorgung (bAV) einfacher und attraktiver gestalten.

“Wir haben bereits jetzt fünf Durchführungswege mit unterschiedlichen steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften. Das ist kompliziert genug”, sagt Fabian von Löbbecke. Anstatt ein neues System neben das bestehende zu setzen, solle man lieber das bewährte verbessern.

Er hält das Vorhaben von Bundearbeitsministerin Andrea Nahles, neue Versorgungswerke der Tarifparteien gründen zu lassen, für den falschen Weg. “Das würde gerade bei der Zielgruppe der kleinen und mittleren Unternehmen zu einem hohen Verwaltungsaufwand und unkalkulierbaren Kosten führen.” Er ist sich sicher: “Wir brauchen kein neues tarifliches Zwangssystem, sondern sollten die bestehende bAV verbessern.”

HDI Leben hat zehn Punkte zur Verbreitung der bAV ausgearbeitet. Von Löbbecke appelliert an die Politik, die Idee der Tarifrente zu begraben und die Expertise der Versicherungswirtschaft zu nutzen, um die bestehende bAV zu reformieren. (vwh/ku)

Bild: Fabian von Löbbecke, Vorstandschef des Talanx Pensionsmanagements und Leiter des Fachbereichs bAV bei HDI. (Quelle: HDI)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten