Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Nahles: Baustelle bAV bei Kleinunternehmen

08.05.2014 – nahles-150-2Eine Stärkung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) in Deutschland steht in der zweiten Jahreshälfte auf der Agenda der Bundesregierung. Dies bekräftigte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles jetzt auf der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung (aba) in Berlin.

Die Ministerin würdigte die betriebliche Altersversorgung als „wichtige Säule unseres Rentensystems“ und ihr Ziel sei es, dass diese „die Nummer Eins bei der zusätzlichen Altersversorgung“ der Menschen bleibe. Für den Herbst 2014 kündigte Nahles einen „intensiven Dialog“ über die betriebliche Altersversorgung an, bei der sie grundsätzlich offen für Ideen sei. Anders als bei anderen Gesetzesvorhaben sei es bei diesem Thema sehr von Vorteil, dass der Koalitionsvertrag keine detaillierten Vorgaben enthalte.

Auch wenn für die SPD-Ministerin die Gesetzliche Rentenversicherung „die zentrale Säule“ der Altersversorgung bleibe, würden die Menschen zu Recht auch „auf ihre Betriebsrenten vertrauen“. Im Blick hat die Ministerin vor allem eine Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung für Beschäftigte bei kleinen und mittleren Unternehmen. „Hier ist die Baustelle“, so Nahles. Als eine Möglichkeit, die betriebliche Altersversorgung in diesem Spektrum zu verbreitern, nannte die Ministerin die geplante Ausweitung der Allgemeinverbindlichkeitserklärung von Tarifverträgen. Auch der GDV hatte laut Pressemitteilung Vorschläge gemacht, um die Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung gerade im Bereich der kleinen und mittleren Betriebe zu verbessern.

Nahles bekannte sich in ihrer Rede ausdrücklich zum Mischsystem bestehend aus drei Säulen bei der Altersversorgung in Deutschland. Befürchtungen, sie werde die „wichtigen und richtigen“ Rentenreformen von einst zurückdrehen, seien unbegründet: „Das betrifft auch die Rente mit 67“. Im Hinblick auf künftige Veränderungen stellte sie klar: „Es wird keine Reformen am, sondern nur im System geben.“ In den für die zweite Jahreshälfte angekündigten Gesprächen über die Rente sei ein „Panoramablick“ erforderlich, auch über die private Vorsorge müsse geredet werden.

Zuvor hatte bereits aba-Vorsitzender Heribert Karch ein Maßnahmenpaket für die Betriebliche Altersversorgung angemahnt. Unter anderem müsse die Betriebsrente vereinfacht werden, „damit sie auch beim Arbeitnehmer ankommt“. Neben steuerlichen Verbesserungen sei es an der Zeit, dass die Anrechnung von Betriebsrenten auf die Grundsicherung im Alter entfällt „oder zumindest durch angemessene Freibeträge gemindert werde“. (vwh)

Foto: Andrea Nahles will die wichtigen und richtigen Reformen von einst nicht zurückdrehen, sagt sie. (Quelle: GDV)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten