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Nachhaltigkeitsrücklage der DRV schmilzt drastisch

17.11.2016 – Reimann-Deutsche Rentenversicherung -Die so genannte Nachhaltigkeitsrücklage bei der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) ist erstmals in diesem Jahr unter die Marke von 30 Mrd. Euro gesunken. Gegenüber dem Bestand Ende vergangenen Jahres gingen die Rücklagen um rund 4,3 Mrd. Euro zurück. In Monatsausgaben gerechnet verfügte die Rentenversicherung Ende September noch über Rücklagen von 1,48 Monatsausgaben.

Der Monat Oktober fällt nach Aussage von DRV-Präsident Axel Reimann traditionell schwach aus, ehe dann die Sonderzahlungen an Arbeitnehmer im November und Dezember die Rentenkasse wieder auffüllen. Nach den jetzt veröffentlichten Daten für September bildeten sich die Rücklagen gegenüber August um rund 1,1 Mrd. auf 29,759 (30.869) Mrd. zurück. Damit fielen die Reserven in Monatsausgaben gerechnet erstmals in diesem Jahr unter die Marke von 1,5 Prozent.

Wird der Korridor bei der Nachhaltigkeitsrücklage nachhaltig mit 0,2 Monatsausgaben unterschritten oder 1,5 Monatsausgaben überschritten hat dies nach der noch geltenden gesetzliche Regelung Beitragssatzerhöhungen oder -senkungen zur Folge. Die Rentenfinanzen werden zum einen durch die falsche Finanzierung der aufgestockten Mütterrente (Jahresbelastung etwa 6,5 Mrd. Euro) und zum anderen durch die deutliche Rentenerhöhung (West plus 4,25 Prozent; Ost plus 5,95 Prozent) zur Jahresmitte belastet. (brs)

Bild: DRV-Präsident Axel Reimann (Quelle: DRV)

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