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Mifid-II: “Wie sollen die Marktteilnehmer dieses Dickicht nachvollziehen?”

28.01.2015 – Europa_Schmuttel_pixelioWährend Regulierungsexperten stöhnen über die 2.069 Seiten der aktuellen Mifid-II-Ausarbeitung, hat der Bundesverband Verbraucherzentrale sein Urteil gefällt: “Die Kriterien, die übrig geblieben sind, taugen nichts”, sagt Dorothea Mohn.

Im Dezember hat die European Securities and Market Authority (ESMA) ihr Mammut-Werk zur Regulierung vorgelegt, die aktuelle Ausarbeitung der überarbeiteten Markets in Financial Instruments Directive (Mifid II). Die zweite Konsultationsphase läuft und die Branche zeigt sich mehr oder minder überfordert vom Regelwerk:

“Wie sollen die Marktteilnehmer dieses Dickicht nachvollziehen und bewerten können?”, fragt Georg Baur, Bereichsleiter Kapitalmärkte beim Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB). “Es ist schwer, die Wechselwirkungen der einzelnen Bereiche komplett zu erfassen”, so der Regulierungsexperte gegenüber der Börsen-Zeitung.

Ebendort wird aber auch Dorothea Mohn, Leiterin Team Finanzen von der Bundesverbraucherzentrale, zitiert. Sie erneuert zudem die Forderung: die Mifid-II-Berichterstatter sollen bei der Zulässigkeit von Provisionen im Rahmen der Beratung hohe Standards setzen.

Die Börsen-Zeitung indes lässt darüber hinaus aus Aufsichtskreisen verlauten, dass man sich selbst bei der ESMA an der einen oder anderen Stelle schwer tue, den Überblick zu behalten und Widersprüche zwischen den einzelnen Bestandteilen der Mifid-II-Ausarbeitung zu behalten. (vwh/ku)

Bildquelle: Schmuttel/ pixelio

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