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“Mehr Daten ermöglichen mehr Versicherungsschutz”

17.11.2015 – Digitalisierung_GDVDer GDV geht nicht vom Ende der Versichertengemeinschaft durch verhaltensbezogene Tarife aus. “Ein Mehr an Daten hat historisch oft dazu geführt, dass sich nicht weniger, sondern mehr Menschen versichern konnten”, lautet die These in einem großen Online-Special zur Versicherung der Zukunft.

Individualisierte Tarife seien kein neues Phänomen. Bereits seit dem 17. Jahrhundert wird in der Risikolebensversicherung die Prämie nach Altersgruppen gestaffelt. Der Risikoausgleich in der Gemeinschaft funktioniert trotzdem, stellt der GDV fest – über alle Altersgruppen hinweg. Durch Big Data bekommt das Thema jedoch eine neue Dimension. Die Versicherer sind deshalb derzeit sehr damit beschäftigt, das richtige Gleichgewicht zwischen Kollektiv und Differenzierung zu erarbeiten.

“Unterschiedliche Risiken unterschiedlich zu bewerten – das war schon immer Teil des Versicherungsgeschäfts”, sagt Guido Bader von der Stuttgarter Versicherungsgruppe. Er ist zuversichtlich, dass sie einen Weg finden. “Auf die Differenzierung der Kollektive folgt oft auch eine Differenzierung der Produkte”, sagt er.

“Durch das Datenwachstum der letzten hundert Jahre wurden Risiken immer besser abschätzbar”, sagt Achim Regenauer, Chief Medical Officer der Munich Re. Damit sei auch das Produktangebot gestiegen. So wurde aus der Risikolebensversicherung, die lange nur den Gesunden und Wohlhabenden vorbehalten war, eine Versicherung für die breite Bevölkerung. “Während in den 1930er-Jahren noch 40 Prozent der Antragsteller bei der Risikolebensversicherung wegen eines Krankheitsbildes abgelehnt wurden, sind es heute nur noch ein bis zwei Prozent”, sagt der Versicherungsmediziner. (vwh/ku)

Bildquelle: GDV
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Aus dem Business- und Managementmagazin Versicherungswirtschaft (Heft 5/15):

> Zeitenwechsel: Wie die Versicherer mit dem massiven Trend zu immer differenzierteren Risikogruppen umgehen

  • Report: Verführung nach Plan. Die Vermessung der Versicherten und die Diskussion um eine Fragmentierung der Kollektive. (zum Beitrag)
  • Interview: “Ungleiche Prämien für ungleiche Risiken”. Versicherungswissenschaftler Fred Wagner über die zunehmend differenzierte Tarifierung nach Risikogruppen. (zum Beitrag)
  • Expert: “Das Versicherungsprinzip funktioniert” Positionen u.a. von Guido Bader (Stuttgarter), Wolfgang Weiler (Huk-Coburg), Roland Weber (Debeka), Axel Kleinlein (BdV), Alexander Erdland (GDV), Johannes Lörper (Ergo) (zum Beitrag)
  • Interview. “Wir müssen wissen, wie hoch das Risiko ist.” Achim Regenauer glaubt nicht, dass wir jemals einem Versicherungsnehmer einen exakten Risikoscore zuordnen können, in VW-Special VALUE 2/14. (zum Beitrag)
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