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Mehr bAV durch weniger Bürokratie

16.10.2015 – Frank Wallau von der Fachhochschule Paderborn fordert mutige politische Entscheidung bei der Betriebsrentenreform. “Wir müssen nicht nur an einer Stellschraube drehen, sondern wahrscheinlich an sehr vielen – und das gleichzeitig, damit neuer Schwung in der betrieblichen Altersversorgung geschaffen wird”, sagt der Wirtschaftsforscher.

“Die bisher diskutierten Vorschläge bringen da meiner Meinung nach zu wenig und werden den Verbreitungsgrad nicht entscheidend erhöhen”, kritisiert Frank Wallau in einem Interview mit dem GDV. Auch er will vor allen Dingen die Verbreitung bei kleineren Unternehmen forcieren. “Oft scheitert es bei Arbeitgebern wie Arbeitnehmern am Verständnis und an fehlenden Informationen über die betriebliche Altersversorgung”, sagt er. “Die meisten dieser Unternehmen haben schlicht oft gar keine Personalabteilung, die sich in diese Thematik einarbeiten kann. Strategische Personalplanung ist in diesen Unternehmen leider oft nicht vorhanden. Somit hängt sehr viel von der Initiative des Chefs ab.”

Ein weiteres zentrales Hemmnis sieht Wallau darin, dass viele Mittelständler einen zu hohen bürokratischen Aufwand für die bAV fürchten. Versicherungsexperte Marco Arteaga von DLA Piper widerspricht der These, dass die sogenannte Nahles-Rente wenig für den Verbreitungsgrad der bAV leisten kann. “Kollektive Lösungen mit hohen Risikodeckungen und gegenüber Einzeltarifen deutlich niedrigeren Verwaltungs- und Vertriebskosten”, sieht er als Einstieg für Versicherer. Arteaga: “Allein der Ruf nach weiterer Steuerförderung und Befreiung der versicherungsgestützten bAV von allen Steuer- und Beitragslasten wird vermutlich nicht ausreichen.” (vwh/ku)

Link: Das vollständige Interview

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