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Medizinische Hilfsmittel: Nur das Notwendige muss bezahlt werden

05.06.2015 – VersR_17_15Ein Hörgerät mit zusätzlichen Funktionen und entsprechend höherem Preis muss nicht komplett vom Versicherer übernommen werden. Das hat jüngst der BGH festgestellt und damit den Vorinstanzen widersprochen. Die Aufwendungen für ein Hilfsmittel übersteigen das medizinisch Notwendige bei nicht benötigten Ausstattungsmerkmalen bei gleichzeitig deutlich günstigeren Alternativen.

Ein privater Krankenversicherer hatte einer Kundin statt 3.000 Euro nur die Hälfte für ein Hörgerät überwiesen, da ein von ihr angeschafftes Gerät über das medizinisch Notwendige hinausgehe.

Vergleichbare Geräte, die den medizinischen Zweck erfüllen, seien für 1.500 Euro zu haben.

Die Versicherte klagte dagegen und hatte vor dem Landgericht München Recht bekommen. Auch die Berufung des Versicherers hatte keinen Erfolg. Allerdings kassierte der BGH diese Entscheidungen und gab dem Versicherer Recht.

Der Fall muss neu verhandelt werden. Ein Sachverständiger, so die Richter am BGH, könne nun klären, was in dem Fall konkret medizinisch notwendig gewesen wäre. (vwh/ku)

Die Details und weitere Rechtsfälle finden Sie in der aktuellen Ausgabe von VersR (17/15)

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