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MDK: Mehr Gutachten, weniger Behandlungsfehler

19.05.2014 – OP_Wandtner_PixelioMehr Gutachten, weniger Fehler, lautet das Fazit des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK). Angesichts von fast 700 Millionen ambulanten Behandlungen und mehr als 18 Millionen Fällen in den Kliniken bewege sich die festgestellte Zahl ärztlicher Behandlungsfehler im Promillebereich.

So kommentiert Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, die Statistik. “Die Dunkelziffer ist hoch, weil Fehler entweder nicht als solche zutage treten oder weil Patienten sich nicht dazu entschließen können, einem Fehlerverdacht nachzugehen”, erklärte Astrid Zobel, Leitende Ärztin Sozialmedizin des MDK gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt.

Rund 14.600 mal haben die Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) laut Pressemitteilung im Jahr 2013 ein Gutachten bei einem vermuteten Behandlungsfehler erstellt. Das sind gut 2.000 (Plus 17 Prozent) mehr als im Vorjahr. Die Zahl der bestätigten Fehler ist dagegen etwas gesunken. Knapp 3.700 mal kamen die Gutachter des MDK zu dem Ergebnis, dass ein Behandlungsfehler vorliegt (2012: 3.900).

Indes habe laut Ärzteblatt die Bundesärztekammer angekündigkt ihre aktuelle Behandlungsfehlerstatistik Ende Juni zu veröffentlichen. Nach ersten Analysen seien 2013 bei knapp 8.000 Sachentscheidungen der Gutachterkommision und Schlichtungsstellen in knapp einem Drittel der Fälle Fehler festgestellt worden – dem Trend der vergangenen Jahre entsprechend.

Die Statistik der AOK, die mit 19.000 Toten mehr Opfer durch Behandlungsfehler als im Straßenverkehr festgestellt hat, sei laut Montgomery Stimmungsmache mit Uraltschätzungen. (vwh)

Foto: Die Statistik des MDK führt Behandlungsfehler im OP und im ambulanten Bereich. (Quelle: Wandtner/ pixelio)

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