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Maas und Schwesig machen Druck bei der Frauenquote

26.03.2014 – Justizminister Heiko Maas und Familienministerin Manuela Schwesig (beide SPD) haben in Berlin ihre Leitlinien für das neue Frauenquoten-Gesetz vorgestellt. Ab 2016 sollen bei börsennotierten Unternehmen und Firmen mit mehr als 2.000 Mitarbeitern alle frei werdenden Aufsichtsratsposten zu mindestens einem Drittel weiblich besetzt werden. Im Koalitionsvertrag hatten sich Union und SPD darauf verständigt, dass Aufsichtsräte großer Unternehmen ab 2016 eine Frauenquote von mindestens 30 Prozent aufweisen sollen.

Die Regelungen zu den verpflichtenden Zielvorgaben, betreffen nach dem Willen der Sozialdemokraten einen größeren Kreis in der Wirtschaft. Rund 3.500 Firmen müssen wohl demnächst Gleichstellungspläne aufstellen, wie sie den Anteil von Frauen in Aufsichtsrat, Vorstand und der zweiten Managementebene steigern wollen. Diese Ziele müssen dann auch publiziert werden.
Kritisch äußerte sich Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), zur Einführung einer gesetzlichen Frauenquote. Sinnvoller sei es, sich mit den Ursachen zu beschäftigen, warum es weniger Frauen als Männer in Spitzenpositionen gibt, sagte er der Passauer Neuen Presse.

Mit einer “Flexiquote” würden auch börsennotierte oder mitbestimmte Unternehmen bei der Auswahl von Vorständen und anderen Führungspositionen unter Druck gesetzt. “Sie dürfen zwar selbst bestimmen, welchen Frauenanteil sie sich zum Ziel setzen – allein mir fehlt der Glaube, dass das auf Dauer so bleibt”, sagte Schweitzer. “Ich befürchte eher, dass hier ein Einfallstor für weitergehende Pflichten aufgemacht wird – ohne Rücksicht auf die Möglichkeiten verschiedener Branchen und Größenklassen.”

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