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LVRG wirkt sich auf negativ auf Maklermarkt aus

27.08.2015 – Riemer_MaklermanagementEine Mehrheit der Makler spürt mittlerweile die Auswirkungen des Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG). Laut Vermittler-Puls 2015, einer Online-Umfrage der maklermanagment.ag, stellen die Makler vor allem eine Verschlechterung bei der Vergütung (85 Prozent) und bei der Stornohaftung (78 Prozent) fest. Zudem haben die Lebensversicherer 2015 mehrheitlich ihre Vergütungsvereinbarungen mit den Maklern geändert.

Zudem beurteilen die Makler das diesjährige Vermittlergeschäft eher pessimistisch. Demnach nimmt laut Umfrage bei jedem zweiten Befragten das Geschäft mit den Lebensversicherungen ab. Dabei stellt die Umfrage fest: je kleiner das Maklerbüro, desto stärker ist das rückläufige Geschäft. 68 Prozent der Einzelmakler gehen davon aus, dass ihr Geschäft im laufenden Jahr niedriger sein werde als 2014. Etwa 77 Prozent der Befragten rechnet zudem in diesem Jahr mit einer massiven Konsolidierungswelle.

Laut Umfrage sind zudem die Makler der Ansicht, dass das LVRG sein Ziel für mehr Verbraucherschutz verfehlt habe. 73 Prozent der Makler sehen nicht, dass das Gesetz zu mehr Fairness und Gerechtigkeit für die Verbraucher führe. Auch die Attraktivität für die Altersvorsorgeprodukte sei dadurch nicht gestiegen. Darüber hinaus gaben 64 Prozent der Makler an, dass die Lebensversicherer ihre Abschlusscourtagen bereits gesenkt haben.

“Die Umfrage belegt nicht, dass die reduzierten Abschlussvergütungen durch erhöhte Bestandscourtagen voll umfänglich kompensiert werden”, sagt Jürgen Riemer, Vorstand der maklermanagement.ag. Außerdem sei eine “klare Verlagerung von Abschluss- zu Bestandscourtagen ist zurzeit im Markt noch nicht erkennbar”, ergänzt Riemer. (vwh/td)

Bild: Jürgen Riemer, Vorstand der maklermanagement.ag (Quelle: maklermanagement.ag)

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