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“Leitzins-Erhöhung der Fed wäre ein starkes Signal”

22.10.2015 – Huether_iwEine Erhöhung des Leitzinses durch die US-Notenbank Fed wäre “ein starkes Signal, dass die Fed offenbar an eine dauerhafte Erholung der US-Wirtschaft glaubt”, sagt Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln. Den Grund für einen solchen Schritt sehen die IW-Forscher darin, dass es der US-Wirtschaft gut gehe und sich der Arbeitsmarkt der Vollbeschäftigung nähere.

Daher würde eine Zinserhöhung durch die Fed das Wachstum nicht beeinträchtigen, glauben die Experten. Allerdings geht Hüther nicht davon aus, dass die Fed die Zinsen zu Beginn des kommenden Jahres gleich ein weiteres Mal erhöhen werde. Laut einer aktuellen Studie des IW rechnen die Experten damit, dass die US-Notenbank noch in diesem Jahr den Leitzins erhöhen werde, während sich die Europäische Zentralbank (EZB) weiter zurückhalte.

So investieren die Unternehmen im Euroraum trotz des billigen Geldes nur wenig, während das Wirtschaftswachstum gering ausfällt, stellen die IW-Experten fest. Auch das Anleiheprogramm der EZB zeige bislang nur wenig Wirkung. Eine Trendwende sehen die Experten erst, “wenn sich die Investitionsaussichten soweit verbessern, dass die Unternehmen die günstigen Finanzierungsbedingungen – vor allem die niedrigen Zinsen – auch nutzen”, so das IW. “Derzeit kann die EZB also nur verhindern, dass die Preise weiter fallen”, so Hüther. (vwh/td)

Link: IW-Zinsausblick Oktober 2015 (PDF)

Bild: IW-Direktor Michael Hüther (Quelle: IW)

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