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“Lebensleistungsrente untergräbt gesetzliche Rente”

30.03.2016 – Rente_BankenverbandBertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, lehnt die geplante Lebensleistungsrente der Bundesregierung ab: “Ein solches Modell würde das Grundprinzip der gesetzlichen Rentenversicherung untergraben, da es den Zusammenhang zwischen erbrachter Beitragsleistung und späterer Rentenhöhe aushöhlen und so zu einer ungerechten Lastenverteilung im System führen würde.”

So müssten sich die Beitragszahler auch künftig auf das Äquivalenzprinzip in der gesetzlichen Rentenversicherung verlassen können. “Die Lebensleistungsrente würde dafür sorgen, dass die Rentenbeiträge den Charakter einer bloßen Steuer bekämen. Denn der Zusammenhang zwischen Leistung und Gegenleistung ginge verloren”, kritisiert Brossardt.

Nach den Plänen der Bundesregierung sollen Versicherte eine Aufwertung ihrer Rente erhalten, wenn sie trotz langjähriger Einzahlung im Alter weniger als 30 Rentenentgeltpunkte erreichen. “Geringe Leistungen aus der gesetzlichen Rente begründen allein noch kein Armutsproblem. Bedürftigkeit zu lindern ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das gesetzliche Rentensystem ist nicht der richtige Ort, um Umverteilung zu betreiben. Der nötige Ausgleich muss vielmehr über eine staatliche Förderung erzielt werden, die am besten bereits an der Vorsorge ansetzt”, ergänzt der Hauptgeschäftsführer der vbw. (vwh/td)

Bildquelle: Bankenverband

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