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Länder wollen Steuervorteil bei Handwerkern reduzieren

14.05.2014 – handwerker-geruest-150Der Bundesrat will die Steuerermäßigung für Handwerkerrechnungen einschränken. Dazu dienen soll die Einführung eines Sockelbetrages von 300 Euro, bis zu dem Rechnungsbeträge bei der Ermittlung der Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen unberücksichtigt bleiben.

Das wirke wegen der niedrigeren Fallzahlen laut Plan der Länderkammer vereinfachend, und zudem würden unerwünschte Mitnahmeeffekte reduziert. Das geht aus einem Gesetzesentwurf hervor, der gestern bekannt wurde. Freibeträge im Lohnsteuerabzugsverfahren sollen in Zukunft für zwei statt für ein Kalenderjahr gelten. Die Bundesregierung bezeichnet in ihrer Stellungnahme die Steuervereinfachung als wichtiges politisches Anliegen, lehnt die Vorschläge der Länder jedoch entweder ab oder bezeichnet sie als „nicht zielführend“.

Steuermindernd wirken bei Privatleuten bislang die Lohnkosten aus einer Handwerkerrechnung, nicht das Material oder komplette Anlagen. Angerechnet werden dürfen Ausgaben dann, wenn eine Rechnung vorliegt, die beides getrennt ausweist und diese Rechnung von einem Konto aus überwiesen wird. Das soll auch der Schwarzarbeit (siehe DOSSIER) entgegenwirken. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) hat laut aktueller Auskunft des Finanzministeriums im vergangenen Jahr 64.000 Arbeitgeber geprüft. Im Jahr zuvor seien 65.955 Arbeitgeber geprüft worden. 2013 seien 135.016 Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Die Zahl liegt damit etwas unter dem Wert des Vorjahres (148.448). Das bedeutet einen Rückgang von neun Prozent. (vwh)

Foto: Wer Handwerkerrechnungen vorweist, kann die von der Steuer absetzen. Der Bundesrat will dies künftig einschränken. (Quelle: joujou/ pixelio)

Link: Die versicherungstechnischen Aspekte der Schwarzarbeit –Schwarzarbeit und Versicherungsschutz (Tagesreport, 14.05.2014)

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