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Lakritz-Export aus dem Iran auch unter Embargo in Ordnung

28.08.2015 – 24_VersRDer Export von Lakritzpulver aus dem Iran stellt keinen Verstoß gegen die guten Sitten dar. Ein Transportschaden ist demnach durch die Versicherung gedeckt. Amerikanische Embargobestimmungen kommen nicht zum Tragen. Das hat das LG Hamburg festgestellt noch bevor die geopolitische Situation sich entspannte.

Im verhandelten Fall – 400 Sack Lakritz waren beim Transport aus dem Iran Richtung Deutschland zu Schaden gekommen – war zudem von besonderem Interesse, dass das versichernde Unternehmen in einen amerikanischen Konzern eingegliedert wurde. Eine Anpassung des Vertrages, die amerikanische Embargobestimmungen berücksichtigt, sei hier nicht möglich.

Diese Auffassung des Gerichts teilt Dirk Looschelders, Lehrstuhlinhaber an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf: “Eine rückwirkende Anpassung des Vertrages nach Eintritt des Versicherungsfalls dürfte mit dem schutzwürdigen Interesse unvereinbar sein.” (vwh/ku)

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Expert: Die Details zum Urteil und der Kommentar von Dirk Looschelders., in VersR 24/15 (Einzelartikel, 7,97 Euro)

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