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Kritik an Neuregelung des Bausparkassengesetzes

23.11.2015 – Bundestag_Marc-Steffen_Unger_Deutscher_BundestagDer Finanzausschuss des Deutschen Bundestages erörtert heute in einer öffentlichen Anhörung den Entwurf zur Änderung des Gesetzes über die Bausparkassen. Damit will die Bundesregierung nach eigenen Angaben deren finanzielle Situation vor dem Hintergrund des niedrigen Kapitalmarktzinsniveaus verbessern. So soll den Bausparkassen künftig auch die Möglichkeit eingeräumt werden, das Pfandbriefgeschäft zu betreiben.

Damit sollen die Bausparkassen neue Refinanzierungsmöglichkeiten – etwa für die Gewährung von Darlehen oder zur Finanzierung von Neutarifen – erhalten. Zudem sollen die Unternehmen künftig neben den eigentlichen Bausparkassendarlehen auch in höherem Umfang als bisher Baudarlehen gewähren können.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) kritisiert hingegen, dass die Verbraucher mit der geplanten Regelung gegenüber dem Kreditgeber rechtlich schlechter da stehen als bei herkömmlichen Baufinanzierungen.

“Das Problem ist, dass die Bausparkassen zwar viel Geld ansammeln, aber momentan zu wenig mit ihrem Kernprodukt – dem Bauspardarlehen – verdienen. Dafür gibt es zu viel Konkurrenz durch derzeit sehr billige Baudarlehen am Markt. Das ist auch ein Grund, warum Bausparkassen Kunden mit noch hoch verzinsten Sparverträgen durch unzulässige Kündigungen loswerden wollen”, sagt Frank-Christian Pauli, Referent im Team Finanzen beim vzbv. (vwh/td)

Bild: Plenum des Deutschen Bundestages (Quelle: Marc-Steffen Unger / Deutscher Bundestag)

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