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Kriegsende: Ein Drittel des Prämienvolumens ging verloren

08.05.2015 – Moeller_BundesarchivAuch im Westen begannen gleich nach dem Ende der Naziherrschaft die politischen Säuberungen in den Versicherungsunternehmen: Nationalsozialistische Vorstandsmitglieder wurden interniert und durch politisch unbelastete Direktoren ersetzt. So etwa bei der Karlsruher Leben, wo sich dann der bisherige Vertriebsdirektor Alex Möller um das “nur noch dem Namen nach bestehende Unternehmen” kümmern musste. 1946 sollte er die Zeitschrift Versicherungswirtschaft ins Leben rufen.

Möller, der später auch Bundesfinanzminister war, hat später in seinem Memoirenband „Genosse Generaldirektor“ immer wieder die wichtigen Weichenstellungen in dieser Zeit durch die Amerikaner hervorgehoben, “ihren nicht zu erschütternden Willen, Deutschland zu helfen und die Grenze zum kommunistischen Imperium sicherer zu machen”.

“Von der deutschen Teilung waren die Versicherungsunternehmen besonders stark betroffen”, schreibt Peter Koch in seiner “Geschichte der Versicherungswirtschaft in Deutschland”. “Es dürfte davon auszugehen sein, dass sich der Bestandsverlust auf etwa ein Drittel des gesamten Prämienvolumens der deutschen Versicherungswirtschaft stellte, also auf etwa eine Mrd. Reichsmark.” (ens)

Bild: Alex Möller, Gründer der Zeitschrift Versicherungswirtschaft und des Verlags Versicherungswirtschaft. (Quelle: Bundesarchiv)

Buchtipp: Peter Koch. Geschichte der Versicherungswirtschaft in Deutschland

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