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Krankenkassen erwirtschaften deutliches Minus

07.09.2015 – Gesundheitskarte_Tim Reckmann_pixelioDie gesetzlichen Krankenkassen haben im ersten Halbjahr dieses Jahres ein Minus von etwa 490 Mio. Euro erwirtschaftet. Wie das Bundesgesundheitsministerium am Freitag mitteilte, gehe der Fehlbetrag vor allem auf die Beteiligung der Versicherten an den Finanzreserven der Kassen zurück. Zudem liege der Zusatzbeitrag, den die Versicherten zahlen müssen, im Schnitt bei 0,83 Prozent. Experten halten jedoch 0,9 Prozent für notwendig.

Wie das Bundesgesundheitsministerium weiter mitteilte, belief sich das Minus bei den Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) auf rund 112 Mio. Euro. Die den Ersatzkassen weisen einen Fehlbetrag von 191 Mio. Euro auf. Die Betriebskrankenkassen verbuchen ein Minus von 127 Mio. Euro und bei den Innungskassen beläuft sich der Verlust auf 118 Mio. Euro.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sprach hingegen von einer soliden Finanzsituation: “Mit Reserven von mehr als 15 Mrd. Euro ist die Finanzsituation der gesetzlichen Krankenkassen weiterhin stabil. Eine gute Versorgung der gesetzlich Versicherten mit hochwertigen Gesundheitsleistungen und Arzneimitteln und deren nachhaltige Finanzierbarkeit müssen auch in Zukunft zentrales Anliegen der Krankenkassen sein”, so Gröhe.

Zudem verbuchte der Gesundheitsfonds in den ersten sechs Monaten des Jahres laut Ministerium einen saisonbedingten Ausgabenüberhang von rund 3,9 Mrd. Euro. Außerdem stiegen die Ausgaben etwa für ärztliche Behandlungen, Klinikaufenthalte und Arzneimittel pro Versichertem im ersten Halbjahr um 3,9 Prozent. 2014 lag der Zuwachs bei fünf Prozent. (vwh/td)

Bildquelle: Tim Reckmann / pixelio.de

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