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Krankenhausreform: Qualität statt Quantität

24.09.2015 – sigrid_koenig_bkkbayern“Die Fallmengen steigen von Jahr zu Jahr, ohne dass die Bevölkerung entsprechend kränker wird. Wir brauchen dringend eine strukturelle Krankenhausreform, die Qualität fördert und Überversorgung abbaut. Der Ruf nach noch mehr Geld mag aus Sicht der Krankenhäuser verständlich sein, er dient aber nicht der Gesundheit der Patienten”, sagt Sigrid König, Vorständin des BKK Landesverbandes Bayern.

Folge der strukturellen Entwicklung – die BKK Bayern konstatiert allein im Land eine Zunahme der hauptamtlichen Klinikärzte um 40 Prozent – ist, dass so genannte Kann-Operationen stetig zunehmen und weniger umsatzfreundliche konservative Behandlungsmethoden verdrängen.

“Wir brauchen auch hinsichtlich der Diagnosestellung und -behandlung eine Qualitätssicherung”, fordert König. Reformbedarf sieht sie auch hinsichtlich der Krankenhausplanung. Momentan bestreiten Krankenhäuser einen Verdrängungswettbewerb, indem sie unstrukturiert Leistungen ausbauen, wie zum Beispiel Herzkatheteruntersuchungen.

Spezialleistungen dieser Art zu konzentrieren und räumlich gezielt anzubieten, hält König für sinnvoll. Nach Berechnungen des GKV-Spitzenverbandes würden die Einnahmen der Krankenhäuser allein infolge des Krankenhausstrukturgesetzes um 4,1 Mrd. Euro bis 2018 steigen. Hinzu rechnet die BKK die regulären jährlichen Einnahmesteigerungen von rund zwei Mrd. Euro. (vwh/ku)

Bild: Sigrid König, Vorständin des BKK Landesverbandes Bayern. (Quelle: BKK)

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